Planetarische Nebel mit der Mintron-Kamera

NGC2022, Durchmesser ca. 28'', Helligkeit 12 mag
NGC2022 ist ein mittelheller PN, der in mittelgroßen
Amateurteleskopen gut beobachtet werden kann.
Die Struktur ist motteld.
Die Kante des Rings besitzt eine ungleichmäßige Helligkeit.
Der Zentralstern ist in größeren Optiken sichtbar
NGC7354, Durchmesser ca. 23´´, Helligkeit ca. 12,2 mag
NGC 7354 gehört zu den Planetarischen Nebeln die bereits mit dem
Hubble-Weltraumteleskop untersucht worden sind. Allerdings ist die
HST-Aufnahme dieses Objektes relativ verauscht, so dass sie
eher unter dem Durchschnitt liegt. Bei einem Vergleich des
eigenen Bildes mit einem OIII-Auszug des HST lassen sich einige Strukturen
wiederfinden. Der Zentralstern soll 16,6 mag besitzen.
Die Form läßt eine Verwandschaft mit NGC3242 vermuten.
NGC6741, Durchmesser ca. 8'', Helligkeit 11,5 mag

NGC6741 ist rechteckig. Diese Form ist für einen PN eher ungewöhnlich.
Auch visuelle Beobachter beschreinben den Nebel als kastenförmig mit
Helligkeitsschwankungen im Ring. Bei der Aufhellung im nordosten scheint es sich
um eine Struktur im Nebel zu handeln.
Obwohl der Nebel als sehr heiß und hochangeregt gilt, ist der Zentralstern unsichtbar.
Der ZS soll etwa 160.000 Grad besitzen.
Einige Modelle sehen Ähnlichkeiten zum Blue Snowball NGC 7662,
dessen Innenring auch leicht eckig ist. Demnach wäre NGC6741 ein ´normaler´
PN, nur mit einer ungewöhnlich schwachen Krone.
Ev. wären in der Form auch Ähnlichkeiten mit NGC 7027 denkbar.

NGC6818 (Little Gem), Durchmesser ca. 22'', Helligkeit 9,3 mag

NGC6818 ist ein heller, reich strukturierter PN im Schützen.
Bei guten Seeing ist in mittleren Teleskopen ein Ring zu sehen.
In größeren Geräten ist der Ring strukturiert, die Ostseite enthält einen
hellen Knoten.

NGC6826, Durchmesser ca. 25'', Helligkeit 8,8 mag
Dieser kleine PN im Sternbild Schwan besitzt einen ungewöhnlich hellen
Zentralstern. In Geräten der 8-Zoll Klasse kann dies dazu führen, dass bei direkter
Ansicht der Zentralstern den Nebel überstrahlt. Wenn man dagegen indirekt auf
das Objekt blickt, wird der Nebel besser sichtbar. Dieser Effekt hat
NGC6826 den Beinamen ´Blinking Planetary´ eingetragen. In größeren
Geräten ist die Überstrahlung geringer und dadurch der Blinkeffekt unsichtbar.
Dafür sind mit größeren Optiken einige Strukturen zu erkennen. Links und rechts gibt es zwei Aufhellungen.
Eine davon ist durch eine dunkle Lücke von Zentralstern getrennt.
Die obige Aufnahme ist bei recht guten Seeing entstanden. Beim Vergleich mit
einem Bild des HST lassen sich zahlreiche Strukturen wiederfinden.
Noch auffälliger sind die Ähnlichkeiten wenn vom HST-Bild nur der OIII-Auszug verwendet wird.
NGC7027, Durchmesser ca. 15'', Helligkeit 9 mag
Der nur 15 Bogensekunden kleine Planetarische Nebel NGC7027 benötigt bei der
Beobachtung eine hohe Vergrößerung und
Top-Seeing! Beste Bedingungen herschten in der Nacht vom 2.9.2004 als
die obere Aufnahme entstenden ist. Sie liegt absolut am Limit dessen was möglich ist.
Es ist wohl meine bislang beste Aufnahme.
Durch seine besonders große Flächenhelligkeit
ist NGC7027 für die Videoastronomie besonders gut geeignet.
Der PN hat zwar nur die Größe des Mars
bei einer schlechten(!) Opposition, dennoch sind dank
großer Öffnung, Zenitlage, guten Seeings,
großer Bildrate und kleiner Sortierrate
sehr feine Strukturen zu erkennen.
Das es sich nicht um Artefakte handelt,
zeigt ein Vergleich mit dem HST.
Vom HST gibt es übrigens auch eine Aufnahme im IR
bei der der Zentralstern im Zentrum des Nebels steht.
Der helle Fleck oben rechts
ist ein Nebelfilament! Im visuellen Spektralbereich
wird der ZS durch den Nebel verdeckt.
-Im 6 Zöller ist bei 300-fach ein runder Klecks
mit stellaren(!) Kern zu sehen.
Östlich ist eine diffuse, schwache
Ausbeulung zu erkennen.
-Im 13-Zöller ist er bei 500-fach rechteckig
mit fließenden Kanten und diffusen Glow.
Im nordwestlichen Bereich gibt es eine
Aufhellung mit stellaren Kern.
Parallel zu kurzen Seite des des Rechtecks
geht zentral eine dunkle Rinne durch den Nebel.
-Bei 650-fach war eine 4-Teilung des PN zu erkennen!
Die Helligkeitszentren liegen in den Ecken des Rechtecks.
Der Nordwestteil ist am hellsten.
Die von einigen Beobachtern beschrieben
2-Teilung ist im 13´er bei 300-fach am besten zu sehen.
NGC7662, Durchmesser ca. 30'', Helligkeit 8,3 mag
NGC7662 ist im englischsprachigen Raum auch als 'Blue Snowball' bekannt.
Diesen Namen trägt er nicht zu unrecht. Auf dem Rot-Auszug der für das
obige L-R-GB verwendet wurde, ist nur eine schwache, matschige Ellipse zu
erkennen, während der grünblaue Mischkanal hell und strukturreich ist.
Im Teleskop ist allerdings nur bei max. Austrittspupille die blaue Farbe zu
erkennen. Bei höheren Vergrößerungen scheint er selbst in einem 20-
Zöller eher grünlich. Dafür sind mit einer großen Optik
viele der auf dem Foto wiedergegeben Strukturen zu sehen. Im 24-er von S.Kafalis
war schon bei mäßigen Seeing eine Öffnung im inneren
Ring zu erkennen. Der Zentralstern ist sichtbar, Details in der
äußeren Schale waren allerdings nicht auszumachen.
Es ist interessant die Aufnahme mit einem Foto vom Hubble Weltraumteleskop zu vergleichen.
Zahlreiche Strukturen im inneren Ring und äußerer Halo lassen sich wiederfinden.
Dabei sollte man bedenken das der PN mit 30'' nur eine halb so große Fläche wie
der Planet Jupiter besitzt!
Oberhalb der Struktur 'd' befindet sich auf der HST-Aufnahme ein schwaches,
abgelöstes Nebelfilament,
das nach einer Kontrastanhebung auch auf dem Mintron-Foto wiedergefunden
werden konnte.
NGC7662 mit 32 Zoll

Am 5.9.2004 konnte NGC7662
mit dem neuen 80 cm Spiegel der VSW München
abgelichtet werden.
Es wurden 17% von 4189 Mintronbildern
a 0,64 sec gemittelt.
Es handelt sich um ein LRGB. Der Farbauszug
ist mit einer Canon D60 entstanden.
Zum Vergleich wurde das Bild
als Animation mit einem
Foto des HST kombiniert.

Vy1-2 (PK 053+24.1) Durchmesser ca. 4'', Helligkeit 12 mag
Vy 1-2 ist ein winziger
Mini-PN im Herkules. Obwohl er 12 mag
besitzt, gibt es nur sehr wenige Aufnahmen dieses
Objektes. Im März 2007
gelang bei sehr guten Seeing ein
hochaufgelöstes Bild des Planetarischen Nebels.
Zu sehen ist der nur innere, hellere Bereich.
Man beachte den Maßstab auf der linken Seite!
Bezogen auf die Subbogensekundendetails ist
einer der besten PNs in meiner Sammlung.
Leider gibt es kaum Profi-Bilder, auch das HST
hat den Nebel noch nicht abgelichtet.
Das einzige Vergleichs-Bild fand sich im IAC-Katalog
des 2,56m NOT-Teleskop auf La Palma.
Leider ist diese Aufnahme
auch nach etwas Bildbearbeitung
merklich schlechter.
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