M101, Durchmesser ca. 26', Typ SAa, Helligkeit 6,8 mag
Im August 2011 wurde in der Galaxie M101 eine Supernova vom Typ-1 entdeckt.
Die Typ-1 Supernova erreichte ihre maximale Helligkeit von 9,9mag erst mit einigen Wochen Verzögerung.
Eine so helle Supernova gibt es nur im Abstand von einigen Jahrzehnten!
Es wurden schon erfolgreiche Beobachtungen mit Kleinstfernrohren bis hinunter von 60mm gemeldet.
Die Galaxie steht oberhalb der Deichsel des großen Wagens.
Bei aufgehellten Himmel wird die Galaxie selbst überstrahlt und die
Supernova ist nur als ein freistehender Stern zu erkennen.
Fotografisch gelang der Nachweis mit einfachen DSLRs und Fotoobjektiven,
also auch ohne Teleskop und Nachführung! Allerdings muss man dazu mehrere kurz
belichtete Fotos addieren. Bei dem unteren Foto wurden 17 Bilder je 5 Sekunden addiert.
Zur Orientierung sind an der Bildunterkante noch die beiden vorderen Deichselsterne Alkaid und Mizar zu erkennen.
Das es sich tatsächlich um die Supernova handelt zeigt die folgende Animation:
Um auch einen Blick durch das Teleskop auf die Supernova werfen zu können wurde am 31.8.2011
ein Standort mit freier Nordsicht südlich von Schongau angesteuert.
Die zu dieser Zeit fast 10 mag helle Supernova war im 13 Zoll Dobson bei jeder Vergrößerung leicht zu erkennen.
Trotz Horizontnähe und aufgehellten Himmel im Norden war auch die Spiralstruktur von M101 gut auszumachen.
Es entstanden die folgende Skizze und parallel mit dem 6 Zoll Newton das folgende Foto
Gegen den POSS ist die SN gut zu erkennen
Der Helligkeitsänderungen waren innerhalb weniger Tage gut zu verfolgen.
Zwischen dem 29.8. und dem 1.9. überrundete die SN den Stern 3 auf
dem unteren POSS-Vergleichsbild
Am 27.9.2011
wurde die
Supernova SN2011fe erneut eingestellt. Sie war immer noch sehr hell im Bereich von 10mag und kaum schwächer als vor 2 Wochen.
Die Spiralstruktur war dank des dunklen Himmels auf 1400m einfach zu erkennen.
Ein Foto war nicht mehr möglich das M101 wenige Minuten später hinter einem Berg verschwunden ist.
Die nächste Aufnahme entstand am
Morgenhimmel des 1.11.2011.
Die SN war seit ihrem Maximum mit 10mag sieben Wochen zuvor spürbar gefallen,
aber mit 12 mag immer noch leicht zu erkennen. Im Mittel hatte sich die Helligkeit um 0,33 mag pro Woche reduziert.
Die Supernova 2011fe in M101 war am 22.11.2011 weiter gefallen und in der
Helligkeit identisch mit dem auffälligen kernnahen Stern der vielen
visuellen Beobachtern bekannt sein dürfte. Mit etwa 13 mag war sie
im 13 Zöller immer noch leicht zu erkennen. Die Beobachtungsnacht dea 21./22.11 war sehr dunkel.
Obwohl M101 am Morgenhimmel nicht hoch stand, waren alle 4 Sterne zu sehen, mit
denen die SN eine Kette bildet. M101 selbst zeigte sehr viel Struktur.
M101 ist nach der Andromeda-Galaxie und dem Triangelnebel
die dritthellste Galaxie die von der Nordhemisphäre aus beobachtet werden kann.
Es gibt immer wieder Berichte nach denen diese Welteninsel
unter Idealbedingungen auch mit freien Auge sichtbar ist.
Durch die Lichtverschmutzung ist dies von Europa aus allerdings unmöglich.
Trotz ihrer Größe sind die Spiralarme schwierig zu beobachten.
In kleinen Geräten ist nur ein heller Kern und ein schwaches elliptisches
Halo sichtbar. Im 13-Zöller sind die Spiralarme im Ansatz
erkennbar, können jedoch nicht komplett aufgelöst werden.
Unter sehr guten Bedingungen zeigen sich Strukturen
die etwas an die Hörner eines Wassserbüffels erinnern.
Fotografisch ist M101 ein sehr dankbares Objekt. Es gibt
kaum eine andere Face-On-Galaxie mit sovielen Sternhaufen, Knoten
und HII-Regionen. Drei der Wasserstoffnebel sind auch visuell
in mittleren Teleskopen leicht zu erkennen.
Der Nachführfehler beim oberen Bild ist
auf starken Wind zurückzuführen. Das Seeing war jedoch so gut,
das trotzdem viele Strukturen zu erkennen sind.
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