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Schnelleinstieg in RegiStax


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Mit dem Freeware-Programm RegiStax kann man sehr einfach die Bilder eines Filmes eines astronomischen Objekts stacken, d.h. einzelne ausgewählte Bilder übereinander stapeln. Der grosse Vorteil eines Filmes gegenüber eines Einzelbildes liegt darin, dass das Wabern der Luft (Seeing) ausgeschaltet oder umgangen werden kann. Was in einem Bruchteil der Sekunde noch messerscharf erscheint ist einen Augenblick später so irgend etwas matschiges, verschwommenes geworden. Drückt man dann genau just in diesem „schwammigen Moment“ auf den Auslöseknopf einer Einzelbildkamera so wird das Foto natürlich nicht schön werden. Ein Film besteht aus vielen hunderten Einzelbildern und da werden sicher einige dabei sein die richtig schön knackig scharf sind.

Genau hier setzt nun RegiStax an. Man nimmt diese einzelnen scharfen Bilder und stapelt sie übereinander, damit kriegt man nicht nur das Rauschen weg, das Bild gewinnt noch an Tiefenschärfe.

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom, es wird hier eine Möglichkeit unter vielen aufgezeigt. Es soll ja auch ein Schnelleinstieg sein, viele Details und Menupunkte soll man später selbst entdecken, denn erst so lernt man durch Übung den vollen Umfang dieses tollen Programms kennen.

Damit man mit dem Programm arbeiten kann, muss man es zuerst installieren, ist ja klar. Dennoch schreibe ich es auch auf, obwohl man „Deutsch“ auswählt bleibt es in englischer Sprache. Wie man es auf unsere Muttersprache stellen kann, zumal das meiste davon, steht weiter unten geschrieben.

Installation

Zuerst laden wir das Programm aus dem Internet herunter. Dazu gehen wir auf folgende Seite: http://www.astronomie.be/registax/, klicken "Download Section" und dann auf das entsprechende Icon. Für alle die die erste Version der 4er Version installiert haben, es gibt eine neuere, die 4.0.1.1 vom 19. November 2006 und die ist der ersten vorzuziehen, hat einige Fehler die schon behoben wurde, also unbedingt upgraden!

Die Datei „installregistax41.exe“ speichern wir irgendwo auf der Festplatte des Computers ab. Nach erfolgtem Herunterladen doppelklicken wir diese Datei an. Nun wählen wir die gewünschte Sprache aus, aber die ist noch nicht mitinstalliert, dazu kommen wir später! Und setzen die Installation weiter fort.

Der Setup-Assistent führt uns nun bequem weiter und wir befolgen die entsprechenden Anweisungen. Nach erfolgter Installation startet das Programm von alleine, folgender Bildschirm erscheint:

Nun stellen wir die Sprache um, denn die ist, obwohl vorher auf „Deutsch“ ausgewählt, immer noch Englisch. Steht übrigens auf der Internetseite dass die Sprachen nicht mit dabei sind.

Also nochmals zurück auf die vorher besuchte Internetseite, scrollen jetzt etwas tiefer und klicken mit Rechtsklick auf die „German(Steffen Brueckner)“ Datei. Nun können wir mit „Ziel speichern unter“ die folgende Datei „lang_de.txt“ in den RegiStax Ordner abspeichern.

Dieser Ordner befindet sich normalerweise bei C:\Programme\RegiStax4. Wenn Sie einen anderen Installationsort gewählt haben, so bitte entsprechend anpassen.

Nun ist das Programm (nicht ganz komplett aber zum grössten Teil) auf Deutsch.

Sollte das Programm widerwillens nicht auf deutsch zu Bedienen sein so kann das ganz leicht umgestellt werden.

Dazu starten wir den RegiStax wie gewohnt und klicken auf die Schaltfläche "Additional options". Dort setzt man das Häcken bei "Language settings" auf "Automatic", das Häcken muss erscheinen, sonst wird das Programm jedesmal beim starten wieder in english sein. Jetzt kann im Auswahlmenu "Language" die vorher hereinkopierte Datei "lang_de" ausgewählt werden, das Programm stellt nun auf deutsch um wir können uns der Bearbeitung der Videos widmen…

Bearbeitung des Videos

Wir öffnen nun einen AVI-Film, hier als Beispiel die Datei „mond002.avi“ indem wir den „Auswahl“ Knopf drücken. Rechts erscheint als Vorschau das erste Bild des Videos. Unschwer lässt sich jetzt ein Mondkrater erkennen.

Da auf den Bildern vom Mond-Krater Copernicus Schwarz/Weiss dominiert, erscheint eine Warnmeldung die mit „No“ quittiert werden kann. Soll diese Warnmeldung in Zukunft nicht mehr angezeigt werden und das Programm selber unterscheiden soll ob es sich um eine farbige oder s/w-Aufnahme handelt, so kann ein Häcklein bei „Do not ask this again…“ gesetzt werden.

Jetzt beginnt die eigentliche Knochenarbeit, die zeitaufreibende Auswahl des besten Bildes des gesamten Videos, dieses muss von Hand gefunden werden…

Als Beispiel sehen wir ein unscharfes und ein scharfes Bild, hervorgerufen durch die unterschiedliche Luftunruhe zwischen den Aufnahmen. Beide Bilder stammen natürlich aus demselben Film!

Mit dem Schieberegler unten wählen wir natürlich das „Beste Bild“ aus. Es lohnt sich diese Auswahl genau und sorgfältig vorzunehmen, denn dieses eine Bild gilt nachher als Referenzbild von welchem aus die übrigen verglichen werden.

Mit den „Pfeil nach rechts“ bzw. „Pfeil nach links“ Tasten kann bequem der Film Bild für Bild durchgespult werden. Hierbei sollte beachtet werden, dass nicht nur der Augenmerk auf ein bestimmtes Detail fällt, sondern das Bild komplett beurteilt werden soll. Manchmal ist ein bestimmtes Detail knackscharf, dafür aber alles andere komplett unscharf.

Nun stellen wir einige Optionen ein und setzen folgende Häcken durch Mausklick:

- Automatisch
- Ganzes Bild (wenn das Bild grösser ist, wird es gezoomt dargestellt)
- Mehrpunkt
- 32 (das Auswahlfeld beträgt 32 Pixel)

Bei der Qualitätsschätzung stellen wir die Methode „Gradient“ (mit der erzielte ich die besten Resultate) und wähle 85 als min. Qualität. Damit teilen wir dem Programm mit, dass mindestens 85% des Referenzbildes erfüllt werden muss damit es ausgewählt wird.

Hier können wir nun eine der markantesten Verbesserungen der neuen Version von RegiStax benutzen! Bei der Methode wird nicht nur ein einzelner Referenzpunkt gesetzt, sondern wir können viele einzelne wählen. Damit legen wir verschiedene markante Positionen im Bild fest. Diese können unterschiedlich grosse Bereiche abdecken, bei hoher Pixelanzahl benötigt das Programm entsprechend mehr Zeit um die Aufgabe zu erfüllen. Diese Referenzbereiche sollten aber nicht allzu nahe an den Bildrändern gewählt werden, denn die Objekte wandern während des Films, bleiben nicht ganz still stehen und wenn so ein Punkt aus dem Bild fährt so können wir wieder von vorne beginnen.

Im Beispiel habe ich aus dem Film das Bild N° 80 als „bestes“ gewählt und einige Punkte gesetzt:

Wir starten die Auswertung durch Drücken des „Ausrichten“-Knopfes. Das Programm ruft nun alle einzelnen Punkte nacheinander ab und ermittelt ein so genanntes „gestacktes“ Bild. Nach kurzer Zeit (ein bis zwei Minuten, je nach der Leistung Ihres Computers) können wir das gestackte Bild mit dem Wavelet-Werkzeug zu einem tollem scharfen Bild weiterverarbeiten. Es ist sagenhaft was dieses Werkzeug hervorzaubern kann! Mit den Schiebereglern kann etwas experimentiert werden, ein Patentrezept gibt es hierfür nicht. Durch Doppelklick auf die Leiste eines Reglers kann schnell wieder der ursprüngliche Wert hergestellt werden.

Nun können die Regler von Kontrast und Helligkeit benutzt werden.

Jetzt wechseln wir auf den Reiter „Ergebnis“. Da können wir noch mit drei unterschiedlichen Schiebereglern einige Anpassungen durchführen, wobei diese eher für Farbaufnahmen gedacht sind. Deshalb lassen wir das mal aus.

Was noch geändert werden kann, sind die horizontale und vertikale Spiegelung des Bildes. Je nach Bauart des Teleskops wird das Bild unterschiedlich gespiegelt dargestellt und hier können wir das Bild „naturgetreu“ spiegeln, so dass oben wirklich oben ist, entsprechend rechts auch rechts liegt.

Nun können wir unser „Kunstwerk“ speichern. Idealerweise sollte ein Format gewählt werden, welches eine hohe Qualität und wenig Komprimierung bietet, so wählen wir am besten das TIFF-Format (16-bit). Es bleiben viele Details erhalten und stehen uns für eine weitere Bildbearbeitung z.B. in Photoshop zur Verfügung, dafür wird etwas mehr Speicherplatz benötigt als beispielsweise im JPEG-Format.

Noch schnell einen Rahmen und Details zum Bild (ja, ich weiss, aber ich mag sie nun mal diese Rahmen… ;-)) eingegeben und schon steht uns ein fertiges, relativ „tolles“ Kraterfoto zur Verfügung.

Das war’s schon, ein Schnelleinstieg. Es stehen viele weitere nützliche Optionen zur Verfügung, die nur darauf warten, selber entdeckt zu werden!

Da ich selbst Anfänger in der Bildbearbeitung bin kann man sicher vieles besser und leichter erledigen; das hier zeigt meinen Weg auf. Über Verbesserungsvorschläge, Tipps und Erfahrungen habe ich immer ein offenes Ohr und würde mich auf ein Feedback sehr freuen.

Peter Heinzen

  


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30.05.2007 13:50 Uhr, Peter Heinzen

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Dienstag, 08. September 2009
Woche: 37, Tag: 251

00:12 MESZ, 22:12 UTC, @967
Aktuelle Mondansicht (c)astronomie.info/CalSky.com, A. Barmettler
Mondphase: Abnehmend
Sichtbarkeit: Nacht/morgens
Halbmond:12. September
Neumond:18. September
Planeten: Jupiter, Uranus
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