Beobachtungsbericht 28. und 30/31.10.2025


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Ende Oktober 2025 gab es in Süddeutschland einen klaren Himmel und es wurde im Alpenvorland beobachtet.Es kam ein 12 Zoll Dobson zum Einsatz.
Nebenbei machte eine Kamera mit Fisheyeoptik Stimmungsaufnahmen die zu einem Video kombiniert wurden.


Beim Perseus-Galaxienhaufen wurden 4 Galaxien gut erkannt und eine weitere war fraglich. Bei genauerer Untersuchung wären vielleicht noch ein paar zusätzliche Galaxien sichtbar gewesen. Dies lassen zumindest Zeichnungen anderer Autoren mit kleineren Geräten vermuten.


Im Grenzgebiet von Orion zum Einhorn gibt es 3 kleine Reflektionsnebel von denen NGC2170 am hellsten ist. Alle 3 waren im 12" Dobson als schwacher Glow um 3 Sterne sichtbar. Die 3 Sterne bilden ein Dreieck. Auf der Längsachse des Dreiecks gab es eine schwache Aufhellung die auf dem POSS nicht zu sehen war. Tief belichtete Aufnahmen zeigen an der Stelle jedoch tatsächlich einen weiteren gelblichen Reflektionsnebel sowie eine schwache HII-Region.


In der Nähe steht auch der Reflektionsnebel NGC2182 der ebenfalls gesehen wurde.


NGC3079 im UMa ist eine Spiralgalaxie in Kantenlage mit asymmetrischer Form Der diffuse Galaxienkern ist Richtung Osten verschoben. Markant sind die ´hängenden Flügel´ der Galaxie die ihr die Form eines Spiegelei geben. Einer der Flügel ist dicker aber kürzer. Beim längeren Flügel gibt es neben dem Kern eine schwache dunkle Einbuchtung. Die Begleitgalaxie NGC3073 war leicht zu sehen. Die dazwischen liegende Galaxie MCG+09-17-009 war nur zu erahnen.



NGC40 wurde mit 8 Zoll und 12 Zoll beobachtet wobei die größere Öffnung keinen Gewinn brachte. Mit H-Beta war der Nebel zu dunkel. Ohne Filter war er eine gut definierte Scheibe mit hellen Zentralstern. Auf einer Seite war die Außenkante heller.


Haffner-8 ist ein schöner kleiner Sternhaufen mit einem Loch in der Mitte. Er erinnert an eine Miniausgabe des Sternhaufens im Rosettennebel.


Der Kite-Cluster NGC1664 im Fuhrmann besteht aus zahlreichen gleich hellen schwachen Sternen. Die Form erinnert an einen Baum oder an eine Chrysantheme. Am Besten war der Sternhaufen im 32mm Übersichtsokular zu sehen

In den Morgenstunden wurde der PN NGC6894 eingestellt. Er liegt im Schwan auf halben Weg zwischen Zirrusnebel und Albireo. Der PN war im 12-Zöller auch ohne Filter als leicht längliches Oval sichtbar. Mit OIII wird aus dem Oval ein Ring der auf einer Seite heller ist.

NGC7245 und King-9 sind 2 nahe beieinander stehende Sternhaufen im Grenzgebiet der Sternbilder Cepheus und Eidechse. Das Pärchen hebt sich kaum vom Hintergrund der Milchstraße ab. NGC7245 ist gestreuter aber durch eine Sternkette besser sichtbar. King-9 ist ein schwacher Nebel. 3 Vordergrundsterne sind sind im Umfeld sichtbar.

Bei NGC2403 ging es darum eine abgesetzte Aufhellung in einem der Spiralarme zu identifizieren. Der dortige Superstarcluster war tatsächlich zu erkennen.




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Kometenbeobachtung vom 28.10.25