Perseiden 3. Nacht 10/11.8.2024

Während der Sonnenfinsternis in Spitzbergen 2015
wurde versucht Polarlichter am Tag nachzuweisen.


Das Polarlichtoval liegt tagsüber über Spitzbergen

Polarlichtlinien gibt es bei 558nm und im UV!

Dazu war
vorab ein Spezialfilter gefertigt worden, der mit 7nm
Halbwertsbreite
engbandig die grüne Polarlichtlinie abdeckt.


Leider
scheiterte
das
Experiment, doch bei einer Islandreise wurde der Filter benutzt um
die Aurora in der Dämmerung sichtbar zu machen. Die Sonne
steht im Mai in Island nur wenige Grad unter dem Horizont und es wird
nicht richtig dunkel. doch mit dem hinter der Optik angebrachten Filter
sollte eine
ausreichende Kontrastoptimierung möglich sein. In Island
huschten um kurz nach Mitternacht für etwa 10min Nordlichter
über einen zu etwa 50% bewölkten Himmel. Sie verraten
sich nur durch den Vergleich der Aufnahmen. Sie unterscheiden sich
durch die schnellere Bewegung von den langsameren Wolken im
Vordergrund. Die Sonne stand zu diesem
Zeitpunkt nur 6,9 Grad unter dem
Horizont. Ohne den Filter wäre sicher nichts zu sehen gewesen.
Der Filter wurde einfach hinter eine Fisheyeoptik
gebastelt



Einen weiteren Einsatz gab es bei den
Perseiden 2024.
In der Arbeit ´Not So Fast: A New Catalog of Meteor
Persistent Trains´
unter https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2024JA032643
und https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2006JRASC.100..194B/abstract
gab es einen Hinweis das Meteore auch auf der grünen
Polarlichtlinie leuchten.

Montag auf Dienstag
12/13.8.24 gab es im Alpenraum heftige Gewitter. Mit unserem Standort
südwestlich von München hatten wir riesiges
Glück.
Es war der Sweetspot zwischen zwei großen
Unwetterzellen.

Fast die
ganze Nacht war es klar, doch am Horizont stauten sich die
Wolken und daher konnten wir die prognostizierten Polarlichter
nur sehr schlecht fotografieren.

Der KP-Index
war in dieser Nacht hoch und im klaren Norddeutschland gab es
zahlreiche Sichtungen.


Trotzdem war
die Stimmung bestens. Perseiden zwischen fernen Blitzen und dazu noch
ein Polarlicht, - was will man mehr? Schon in der Nacht wurde ein
schönes Polarlicht-Meteor-Kombibild entdeckt.
Bei APS-C war es abgeschnitten doch Peters Vollformatkamera hatte ein
größeres Feld.

Der Meteor verursachte auch einen
kleinen Persitent-Train:

