Rotationslichtwechsel bei den Jupitermonden 2026


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Für das NTP2026 war ein Vortrag über Rotationslichtwechsel geplant. Dabei ging es diesmal ausdrücklich nicht um Asteroiden sondern um die regelmäßig geformten Planeten und Monde des Sonnensystems.
Zur Vorbereitung wurde auch das Mondsystem des Jupiters untersucht. Die Ausrüstung war dabei denkbar einfach.
Mit einer APS-C-Kamera und einem Teleobjektiv wurden 10 Bilder zu 1/4, 1/8 und 1/15 Sekunde  ohne Nachführung aufgenommen und gemittelt.
Das ging auch mal schnell in einer Wolkenlücke und so kamen in nur 5 Wochen beachtliche 18 Messungen zustande.
Die Ausmessung erfolgte mit ASTAP. Leider versagte das Platesolving der Software bei kurzbelichteten Aufnahmen. Der Programmierer Han Kleijn hatte jedoch eine gute Lösung parat. Mit der Web-Applikation https://nova.astrometry.net/ wird ein FITS erzeugt, das dann mit ASTAP weiterverarbeitet wird. So wurden die 18 Bilder ausgemessen.

Da es immer 3 Belichtungsreihen gab, wurden einige Nächte zur Ueberprüfung doppelt gemessen.
ASTAP misst nur auf eine Nachkommastelle genau, so dass es hin und wieder einen Rundungsfehler von 0,1 mag gegeben hat.





Bei Kallisto ist ein gleichmäßiger Rotationslichtwechsel von bis zu 40% zu sehen.
Ähnliches gilt für Ganymed, wo der Rotationslichtwechsel wegen der ungleichmäßigen Oberfläche jedoch unstetig ist.



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Vortrag auf dem NTP