Am Mittwoch den 10.12. stand in der früh die Regulusbedeckung
durch den Mond auf dem Programm.
Für Granada war die Bedeckungszeit von 8:47 bis 9:56 MEZ
berechnet
worden.
Für unseren Standort am Tetica gab es nur eine unwesentliche
Abweichung.
Als um 4:30 der Wecker klingelte schauten wir zunächst
resigniert
in den bedeckten Himmel,
doch ein Blick auf das Satellitenbild bei sat24.com machte Mut denn in
Richtung Osten war das Wetter gut, so dass man zumindest auf einem
Silberstreif am Osthorizont hoffen konnte.
Die Entscheidung zahlte sich aus. Es gab zwar Zirren, doch es lohnte
sich auch nach der Dämmerung auszuharren.
Von Deutschland aus ist die chinesische
Raumstation Tiangong aufgrund
der geringen Bahnneigung von 43 Grad nicht sichtbar. Doch in Andalusien
auf dem 37sten Breitengrad ist die Beobachtung möglich. Am
Vortag
hatten wir schon einmal
vergeblich auf die Raumstation gewartet. Wie sich herausstellte war die
Bahn geändert worden.
Alte Prognose(oben) vs. neue Prognose (unten). Schon kleine
Bahnänderungen kumulieren sich in kurzer Zeit zu
beträchtlichen Abweichungen.
Am 10.12. um 6:42 Uhr trat die Tiangong aus des Erdschatten. Leider
stand sie zu diesem Zeitpunkt im Dunst und war nur etwa 50 Grad hoch.
Die Raumstation bewegte sich zum Horizont und in etwa 30 Grad
Höhe
durchlief sie ein Wolkenloch.
Die Distanz war zu der Zeit schon sehr hoch und die Raumstation klein.
Dennoch war sie im Dobson-Teleskop flächig zu sehen und
es war ein Video möglich.
Die aktuelle
Auabaustufe mit 3 Modulen ist nachvollziehbar.
Die
Bedingungen wurden zum Sonnenaufgang
immer besser und Peter Slansky fing mit seinem Refraktor die aufgehende
Sonne ein.
Die
Annäherung der hellen Mondseite an Regulus war im Teleskop gut
zu
verfolgen.
Der Eintritt selbst war
per Video schwer zu
erfassen. Der
Kontrast zum
Hellen Mondrand war gering.
Besser waren die Chancen beim Austritt am Dunklen Mondrand, doch da war
der Himmel leider so stark bewölkt
das weder visuell am Teleskop noch mit der Kamera ein positives Signal
registriert werden konnte.
Die Zeit zwischen Ein- und Austritt des Merkur wurde zum
Frühstück benutzt. So konnten wir direkt
nach dem Einladen der Ausrüstung nach Velez-Blanco aufbrechen.