Andalusien
2025 - Überwachung des Mondes auf Impakte



Im Vorfeld der Geminiden 2025 gab es einen
Aufruf zur
Überwachung des Mondes auf Impakte.
Der Mond sollte in den Tagen um das Maximum als schmale Sichel
günstig am Morgenhimmel stehen.

Der blaue Bereich ist das Gebiet in dem Geminiden-Impakte theoretisch
möglich sind.
Tests mit dem Seestar zeigten, dass
dieses kleine Smartteleskop für die Aufgabe gut geeignet sein
könnte.
Bei streifenden Bedeckungen hatte das Gerät bewiesen das mit
30fps und maximalen Gain durchaus 7mag erreichbar sind
was den Bereich der helleren Mondimpakte abdeckt. In der Nacht des
Geminidenmaximums vom 13. auf den 14.12.25
ging der Mond in Andalusien um 3:22 Uhr auf und ab 3:55 Uhr bis zur
Dämmerung war der Seestar fast ununterbrochen im Einsatz.

Tatsächlich fanden sich bei der
Auswertung 2 verdächtige Kandidaten um 4:05:30 UT und 5:42:40
UT.
Sie zeigten beide etwa eine halbe Sekunde nachglühen was
für Impakte charakteristisch ist. Zudem waren
beide Blitze nicht ausgebrannt und etwas diffus was ebenfalls gegen
einen Cosmic spricht.


Für einen Cosmic spricht die
längliche Form und die Analyse einer weiteren
Leuchterscheinung abseits des Mondes. Dieser Blitz ist zwar
ausgebrannt, aber er leuchtet ebenfalls eine halbe Sekunde nach.
Der Seestar scheint auf Cosmics ungewöhnlich zu reagieren. So
ein Pseudo-Afterglow wurde noch bei
keinem anderen Chip beobachtet.
Die beiden möglichen Impakte liegen auch in einem Gebiet in dem
ein Treffer durch die Geminiden eher unwarscheinlich ist.

An dem Citizen-Science-Projekt um
Koschny,
Alessi und Cook beim ´Istituto di Matematica Applicata e
Tecnologie Informatiche "E. Magenes" (IMATI-CNR)´
waren auch noch andere Amateure beteiligt und es wurde eine Liste mit
möglichen Impakten veröffentlicht.

Die Schnittmenge mit den eigenen Videos
beschränkt sich auf den Morgen den 14.12.
Am Morgen des 14.12. ab 4:07 UT konnte keiner der Kandidaten mit den
eigenen Daten bestätigt werden.
Allerdings ist der Seestar in seiner Grenzgröße
beschränkt und falls die Kandidaten schwächer
als 7 mag sind, wäre die Bestätigung gar nicht
möglich.
Von etwa einem halben Dutzend Impakten liegen Doppelbeobachtungen vor.
Es hat also tatsächlich Geminiden-Impakte gegeben!

Der obige Impakt war auf dem Seestar-Bilder nicht sichtbar, obwohl er
im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Vermutlich hat die
mp4-Kompression den Impakt verschluckt. In Zukunft muss mit einem Raw-
oder Unkompressed-Modus experimentiert werden.
Leider werden dann die Dateien sehr groß und der Speicher des
Seestar ist auf 64Gb beschränkt.
2 weitere, sichere Kandidaten gab es um 5:38:57 UT und 6:23:34 UT. Sie
lagen ebenfalls im Intervall der Seestarbeobachtung und wurden
ebenfalls nicht gefunden.

So blieben als Souvenir nur ein paar Mondfotos.




Hauptseite
Video vom
Impaktkandidat 1: Dez 14 at 4h05m30UT
Video vom
Impaktkandidat 2: Dez 14 at 5h42m40UT
Video eines Cosmic ausserhalb des
Mondes
Infos
zum Impakt-Projekt