Rathaus München


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Das Münchener Rathaus ist weltbekannt für seine gotische Fassade und sein Glockenspiel. Oft ist gar nicht bekannt das es sich um einen historistischen Bau des 19Jh. handelt. Das mittelalterliche Rathaus wurde jedoch beim Neubau nicht zerstört, es steht nebenan und der Festsaal wird auch heute noch genutzt. Der gesamte Rathauskomplex ist so sehenswert das dafür eigene Führungen angeboten werden die etwa 2 Stunden dauern.


Der Komplex aus Back- und Muschelkalkhaustein besitzt sechs Innenhöfe. Auf einer Grundstücksfläche von 9159 m² sind 7115 m² überbaut. Die fast 100 m lange Hauptfassade zum Marienplatz hin ist reich geschmückt. Sie zeigt den Welfenherzog Heinrich den Löwen und fast die gesamte Linie des Wittelsbacher Herrscherhauses. Oberhalb des Wachenhauses ist ein Reiterstandbild des Prinzregenten Luitpold zu sehen, der zum Zeitpunkt der Fertigstellung in Bayern regierte.


Im Innern befinden sich rund 400 Räume.

Die Kapitelle haben figürlichen Schmuck:


Der Große Sitzungssaal, in dem auch die Vollversammlungen des Münchner Stadtrates abgehalten werden, ist der größte Raum im Neuen Rathaus. Er wird dominiert von Carl Theodor von Pilotys Kolossalgemälde „Monachia“, das mit einer Breite von 15,2 Metern.. Das 1869–1879 geschaffene Kunstwerk zeigt 128 Münchner Persönlichkeiten aus 700 Jahren Stadtgeschichte. Die meisten von ihnen sind aus dem 19 Jh. und heute vergessen.

Bekannt ist noch der Gründer der Pschorr-Brauerei. Er hält einen Bierkrug in der Hand.

Der Kleine Sitzungssaal nebenan ist der Raum im Neuen Rathaus, der noch am meisten Originalausstattung besitzt.


Original sind auch noch diese Fenster die von deutschen Auswanderern gestiftet wurden und daher Motive aus den USA zeigen.


Die Juristische Bibliothek besitzt einen reich geschmückten Lesesaal im Jugendstil der einen bemerkenswerten Kontrast zu dem neogotischen Stil des Neuen Rathauses bildet.


Zum Abschluss wurde noch der Festsaal im alten Rathaus besichtigt.


Bezüglich der Innenausstattung des Alten Rathauses ist vor allem die Holzdecke zu nennen. Die Decke mit einem Tonnengewölbe von 31 Meter Länge und 17 Meter Breite ist 1476/77 entstanden, wurde aber im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört und erst in jüngster Zeit wieder fertiggestellt.


Glanzstück der Decke sind die zahlreichen Holzschnitzereien. Berühmt sind die tanzenden Morisken von Erasmus Grasser die 1480 geschaffen wurden. Sie befinden sich im Wappenfries am unteren Rande der Decke. Wer nicht weiß worauf er achten muss kann die Figuren leicht übersehen.



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