DST2011 / Reise nach Australien im Mai 2010 - Projekte


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Neben Fotos mit dem Teleobjektiv und dem Teleskop entstanden nebenbei auch einige Aufnahmen mit Weitwinkel und Normalobjektiv. Meist lief die Kamera einfach nebenbei an der Gegengewichtsstange und es wurde in Intervallen mit 5 und 10min belichtet.
Das man auch mit einem Normalobjektiv messen kann, zeigte ein Experiment am Veränderlichen SX Phoenicis. SX-Phoenicis ist ein Zwerg-Cepheid. Die Helligkeitsschwankung liegt zwischen 7m1 und 7m5 bei einer sehr kurzen Periode von nur etwa 79 min. Da sich 2 Perioden überlagern kann die Dauer zwischen 0,7 und 1,9 Stunden schwanken und in der Literatur finden sich deshalb gelegentlich abweichende Werte.
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Minimum und Maximum je ein Bild zu 4s mit 50mm f/4 und DSI-3


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Blink von SX Phoenicis gegen Referenzstern


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Die eigene Messung kommt auf eine Dauer von etwa 74min.




Stephan Schurig hatte vor einigen Jahren auf der DST einen Vortrag über visuelle Beobachtungen von PNs in der LMC gehalten. Ein faszinierendes Thema das fotografisch angegangen werden sollte. Die Entfernung der LMC beträgt weniger als 1/10 tel der Andromedagalaxie. Viele Objekte die wir aus unserer eigenen Galaxie kennen, wie Gasnebel, Kugelsternhaufen und Planetarische Nebel, sind auch in der LMC zu finden. Natürlich sind sie nicht so leicht zu beobachten, aber doch mit Amateurmitteln erreichbar.
Ein Experiment sollte versuchen einen Planetarischen Nebel nachzuweisen. Visuell macht man das bei nicht auflösbaren Objekten in unserer eigenen Galaxie mit einen Filterblink. Da die hellsten PNs in der LMC aber lediglich 15mag besitzen und nur 130mm öffnung zur Verfügung standen, war der visuelle Blink keine Option. Fotografisch schien eher eine Chance zu bestehen. Die verwendete visuelle UHC-Filter ist im Rot geöffnet. Um die OIII-Linie besser einzugrenzen wurde der UHC mit einem Grünfilter der DSI kombiniert.

Bei der Recherche fanden sich auch einige Arbeiten die sich mit dem PN beschäftigt hatten. Eine erste exakte Positionsangabe zu diesem PN fand sich bei The planetary nebula systems of the Magellanic Clouds von Sanduleak et al. aus dem Jahre 1978
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Tatsächlich wurde der Planetary aber schon mal 1964 von von Westerlund et al. in: Planetary nebulae in the Large Magellanic Cloud beschrieben. Allerdings waren dort die Koordinaten leicht abweichend:
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Tatsächlich ist bei einem Lichtpunkt ein Blink zu erkennen. Während alle Sterne im UHC schwächer werden, gewinnt dieses Objekt mit dem Filtereinsatz an Kontrast
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Das winzige Pünktchen befindet sich nahe der Bildmitte ist aber dennoch nicht leicht zu finden. Daher hier noch eine Auschnittsvergrößerung.
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Neben den Planetarischen Nebeln in der LMC standen bei der Australienreise auch einige PN's aus der eigenen Galaxies auf der Zielliste.
Auf der DST 2010 stellte Peter Eppich den schwachen Planetary Abell66 vor. Leichte Assymetrien in der Nebelform führten zur Überlegung, dass der Stern im Nebelzentrum möglicherweise nicht der Zentralstern sein könnte. Die Idee wurde zwar schnell wieder verworfen, doch nach dem Motto 'sicher ist sicher' landete das Objekt auf der Zielliste. Zentralsterne sind extrem heiß und ihr Strahlungsmaximum liegt im UV. Fotografisch lassen sie sich daher leicht mit einem UV-Pass-Filter rausblinken. Für die Aufnahme wurde ein Astrodon-Venusfilter verwendet der ab 400nm schließt und zuverlässig nur Wellen kleiner als 400nm durchläßt. Die Lage des Zentralsterns konnte gut bestätigt werden.

5abell6a12.jpg Das visuelle Bild wurde mit einem unteren Schwellwert soweit reduziert, dass die Grenzgröße dem UV-Bild entspricht. Das POSS-Bild wurde nicht verändert.
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