Saturn



gauche.gif


- Saturn hat Wolkensteifen mit auffälligen Farben.
- Es gibt Mehrere Ringe die durch Schattierung und Ringteilungen getrennt sind.


Die Encke-Teilung ist schwach zu erkennen. Das die Teilung an der richtigen Position liegt, zeigt der Vergleich mit einem Bild des HST.



Bemerkenswert sind die Substrukturen im A- und B-Ring. Der A-Ring besitzt eine helle Innenkante, während der B-Ring planetenseitig etwas dunkler ist. Beides läßt sich am HST-Bild gut nachvollziehen. Auf dem Planeten sind einige Wolkenstreifen zu erkennen. Die Positionen sind auf den Bildern fast identisch. Es scheint in der Breite der Streifen nur sehr geringe Schwankungen zu geben.




Gelegentlich gibt es Stürme auf dem Saturn die heute mit Amateurmitteln gut nachweisbar sind:
2sa2h4.jpg 2sa2an.gif


3sa21c2g6.jpg

Die Struktur läßt sich auch eindeutig über die Bewegung erkennen:
3sa21anni.gif




Im Laufe einer kompletten Sonnenumkreisung stehen die Saturnringe und das Mondsystem 2 mal in Kantenlage, so dass es zu Schattenwürfen und Verfinsterungen der Saturnmonde kommen kann.




Im Vergleich von 3 Jahren ist die Änderung der Ringneigung deutlich zu sehen.



6sa1crgbok4.jpg 6sa1ringok.jpg


8sa16irok2.jpg 8sa30add4.jpg



Die Saturnmonde bewegen sich auf der verlängerten Ebene des Saturnäquators. Da die Saturnachse ähnlich wir die Erdachse gegen die Ekliptik geneigt ist, gibt es auch bei diesem Planeten Jahreszeiten.


Bei der Saturnaufnahme vom 12.4.08 gab es eine ziemliche Überraschung. Völlig ungeplant konnte festgestellt werden, dass im Methanband Monddurchgänge vor der Planetenscheibe beobachtet werden können! Tethys wanderte über die südliche Polkalotte und ließ sich locker herausarbeiten. Je eine Aufnahmeserie entstand kurz vor dem Durchgang und 20 min nach Beginn des Durchgangs.
4sa12acok2.jpg 4sa12tethys.gif


Was mit Tethys klappt, funktioniert natürlich erst recht mit Titan, Rhea und Dione.
11sa11akok1.jpg

Wenn es Durchgänge gibt, gibt es auch Verfinsterungen. Hier wird Saturnmond Dione von Saturn verfinstert:
2diov4a.jpg 2satver4.gif




Die Monde verfinstern sich auch gegenseitig. Dies zu messen ist auch heute noch wichtig zur exakten Bahnbestimmung. Aufnahmen waren diesmal wegen der Nähe der Ringkantenstellung zur Sonne schwierig. Hier verfinstert Dione Tethis am 16.7.2008
7samo16ani3.gif
Simulation der Verfinsterung mit Celestia

Die Messung der Verfinsterung erfolgte mit fer DSI-3 am 80cm Spiegel ungefiltert mit 1,4 sek. Von 19:59:43 UT bis 20:01:58 UT sollte Dione Tethis für 135s um bis zu 0,6mag verfinstern. Die Simulation mit Celestia (oben) zeigt warum die Amplitude so gering ist. Diones Kernschatten trifft Tethis nur teilweise, - es handelte sich also um eine partielle Verfinsterung.
7samo16ani.gif

Gemessen wurde eine Dauer von 120s und eine Tiefe von 0,5 mag. Das liegt ihm Rahmen der Meßtoleranz. Die exakte Dauer ist wegen der Schwäche des äußeren Halbschattens immer schwer zu bestimmen. Interessant ist eine Abweichung des Minimums. Es war für 20:00:51 UT prognostiziert. Gemessen wurde 20:01:11 UT. Selbst bei einem möglichen Meßfehler von 5 sec gibt es immer noch eine spürbare Abweichung von 15 Sekunden.
7samo16b.gif


gauche.gif