Saturn
- Saturn hat Wolkensteifen mit auffälligen Farben.
- Es gibt Mehrere Ringe die durch Schattierung und
Ringteilungen getrennt sind.
Die Encke-Teilung ist schwach zu erkennen.
Das die Teilung an der richtigen Position liegt, zeigt der Vergleich mit einem Bild des HST.
Bemerkenswert sind die Substrukturen im A- und B-Ring.
Der A-Ring besitzt eine helle Innenkante, während der B-Ring
planetenseitig etwas dunkler ist. Beides läßt sich am HST-Bild gut nachvollziehen.
Auf dem Planeten sind einige Wolkenstreifen zu erkennen. Die Positionen
sind auf den Bildern fast identisch. Es scheint in der Breite
der Streifen nur sehr geringe Schwankungen zu geben.
Gelegentlich gibt es Stürme auf dem Saturn die heute mit
Amateurmitteln gut nachweisbar sind:
Die Struktur läßt sich auch eindeutig über die Bewegung erkennen:
Im Laufe einer kompletten Sonnenumkreisung
stehen die Saturnringe und das Mondsystem 2 mal in Kantenlage, so dass
es zu Schattenwürfen und Verfinsterungen der Saturnmonde kommen kann.
Im Vergleich von 3 Jahren ist die Änderung der Ringneigung deutlich zu sehen.
Die Saturnmonde bewegen sich auf der verlängerten Ebene des Saturnäquators.
Da die Saturnachse ähnlich wir die Erdachse gegen die Ekliptik geneigt ist,
gibt es auch bei diesem Planeten Jahreszeiten.
Bei der Saturnaufnahme vom 12.4.08 gab es eine ziemliche
Überraschung. Völlig ungeplant konnte
festgestellt werden, dass im Methanband Monddurchgänge
vor der Planetenscheibe beobachtet werden können!
Tethys wanderte über die südliche Polkalotte und ließ sich
locker herausarbeiten. Je eine Aufnahmeserie entstand
kurz vor dem Durchgang und 20 min nach Beginn des Durchgangs.
Was mit Tethys klappt, funktioniert
natürlich erst recht mit Titan, Rhea
und Dione.
Wenn es Durchgänge gibt, gibt es auch Verfinsterungen.
Hier wird Saturnmond Dione von Saturn verfinstert:
Die Monde verfinstern sich auch gegenseitig.
Dies zu messen ist auch heute noch wichtig zur
exakten Bahnbestimmung. Aufnahmen waren diesmal wegen der Nähe der Ringkantenstellung
zur Sonne schwierig. Hier verfinstert
Dione Tethis am 16.7.2008
Simulation der Verfinsterung mit Celestia
Die Messung der Verfinsterung erfolgte mit fer DSI-3
am 80cm Spiegel
ungefiltert mit 1,4 sek.
Von 19:59:43 UT bis 20:01:58 UT sollte Dione
Tethis für 135s um bis zu 0,6mag verfinstern.
Die Simulation mit Celestia (oben) zeigt warum
die Amplitude so gering ist. Diones Kernschatten trifft
Tethis nur teilweise, - es handelte sich also um
eine partielle Verfinsterung.
Gemessen wurde eine Dauer von 120s und
eine Tiefe von 0,5 mag.
Das liegt ihm Rahmen der Meßtoleranz. Die
exakte Dauer ist wegen der Schwäche des
äußeren Halbschattens immer schwer zu bestimmen.
Interessant ist eine Abweichung des Minimums.
Es war für 20:00:51 UT prognostiziert.
Gemessen wurde 20:01:11 UT. Selbst bei einem
möglichen Meßfehler von 5 sec gibt es immer
noch eine spürbare Abweichung von 15 Sekunden.