Besondere Saturnmonde
Eines der Hauptziele bei der
Saturn-Ringkantenstellung 2009 war der Nachweis schwacher
planetennaher Monde.
Sie wurden erst in den 80ern mit Raumsonden entdeckt.
Erfolgreich war das Projekt bei der diesjährigen Ringkantenstellung
bei Helene und Calypso. Beide sind Trojaner von Tethis und Dione.
Calypso umkreist Saturn in einem mittleren Abstand
von 294.660 km in 45 Stunden und 18 Minuten.
Der Mond hat etwa 20km Durchmesser und ist mit 18,5 mag
noch etwas kleiner und schw cher als Helene.
http://de.wikipedia.org/wiki/Calypso_(Mond)
Am Morgen des 4.2.09 gelang es den Minimond
in maximaler Elongation abzufangen.
Diesmal kam der 80cm Spiegel zum Zuge.
Die Rohbilder wurden auf den langsamen, saturnfernen
Monde Iapetus zentriert.
Die Lage ist klar und die Identifizierung eindeutig. Bei verschiedenen Bildbearbeitungen kommt
der Mond noch besser raus.
So sah die Raumsonde Cassini den winzigen Mond:
Auf der anderen Saturnseite, auf halben Weg zwischen dem Planeten
und Rhea ist ein weiterer Mond zu erkennen. Es muss
sich um Helene handeln obwohl die Position nicht
exakt mit der Simulation bereinstimmt.
Ein Vergleich mit dem POSS zeigt jedenfalls, das es kein Stern
ist und ein derartig heller Mond
kann nicht bis heute übersehen worden sein.
Die Spikes lagen extrem günstig und
neben Calypso sind auch weit au en liegende
Ringstrukturen zu sehen. Die S ulendichte
scheint bei der momentanen Ringneigung
von 1,4 Grad optimal zu sein. das k nnte f r den Nachwei der
Uranus-Ringe lehrreich sein
Nach dem Messungen aus dem Foto sind
die Ringstrukturen bis 271000 km
Abstand sicher nachweisbar.
Es gibt ein schwaches Signal bis
zu einem Abstand von 343000 km.
Bei 236000 km gibt es ein deutliches
Helligkeitsmaximum. Der Abstand entspricht
etwa dem Saturnmond Enceladus mit 238100 km
dessen Periapsis bei 236950 km liegt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Enceladus_(Mond)
Der Ring wird in der Fachliteratur als 'E-Ring' bezeichnet.
Es ist der u erste, diffuseste und schw chste aller Saturnringe.
Er ist ein direktes Produkt der erst 2006 entdeckten Geysire auf
Enceladus.
Cassini hat die durch den Kryovulkanismus von Enceladus entstehenden E-Ring inzwischen
wunderbar fotografiert:
Saturn mit seinem Ringsystem im Gegenlicht
Das Cassini-Foto unter
http://apod.gsfc.nasa.gov/apod/ap070327.html
zeigt in phantastischer Weise wie der Ring und die
gemessene Aufhellung zustande kommt.