Venus
Viele Jahre kannten die Amateure nur den Anblick der Phasen.
Doch seit der digitalen Revolution geht mehr!
Mit einem UV-Filter ist es möglich, Wolkenstrukturen der Venus zu fotografieren:
In der Frühjahr 2007 gab es in München eine stabile Hochdrucklage
die sich durch ein ungewöhnlich gutes Seeing auszeichnete.
Die Aufnahmen überdecken einen Zeitraum von mehreren Wochen. Dies entspricht mehreren kompletten Venus-Rotationen
im SystemII. Das SystemII beschreibt die Hochatmosphäre die sich im Gegensatz zur viel langsameren Oberfläche
mit etwa 85 Grad pro Tag bewegen soll. Aus den verschiedenen Bildern wurde versucht eine Karte zu erstellen.
Der Helligkeitsgradient und die mangelhafte Überlappung erschweren den Aufnau der Karte,
Dennoch ist eine über mehrere Tage reichende Struktur in Form eines liegenden 'V' zu sehen.
Als Ursache wäre ein Windgürtel ähnlich den irdischen Passatwinden zu vermuten.
Die Coriolis-Kraft hat auf der Venus zwar nur etwa 0,5% der Stärke der Erde, doch dafür fehlen Störungen
durch Wasserflächen, Jahreszeiten und Luftfeuchtigkeit.
Aus der mit Iris generierten Karte wurde versucht eine Rotationsanimation zu erstellen.
Das Ergebnis ist noch nicht zufriedenstellend. Die Überlappung ist zu gering und es gibt
deutliche Kanten. Für bessere Resultate wäre eine internationale Kooperation mit verschiedenen
Standorten nötig.
Änderungen zwischen 2 Rotationen