Am 12.7.26
lockten gleich 2 Ziele zu einem nächtlichen Ausflug in die
Voralpen. Der
Komet 10P/Tempel
sollte mit etwa 9 mag im Steinbock stehen und in der Galaxie NGC3310
leuchtete eine Supernova die 12 mag erreichte. Beide Ziele waren im 8
Zoll Reisedobson gut machbar.
In der Nacht wurde es unerwartet frisch.
Tagsüber lagen
die Temperaturen um 30 Grad, doch in der sehr klaren Nacht mit geringer
Luftfeuchtigkeit kühlte es auf 800m rasch ab.
NGC330 stand am Abend im Nordwesten und
wurde daher als erstes
eingestellt. Die Galaxie befindet sich nahe eines der
Fußsterne
des Großen Bären und ist dadurch recht leicht zu
finden.
Zwischen dem Fußstern und der Galaxie steht eine Reihe von 3
Sternen die sich gut zur Helligkeitsschätzung eignen. Der
mittlere
Stern hat 11,6mag und sein Nachbarstern 12,3mag.
Die Supernova lag in ihrer Helligkeit recht genau zwischen den beiden
Sternen. 12mag erscheinen also passend. Dieser Wert ließ sich
später in der Messung auch bestätigen.
Die Galaxie selbst erschien leicht oval mit diffusen Kern.
Einen Tag
zuvor wurde die Galaxie auch fotografiert,
doch da war die Supernova noch spürbar schwächer.
Die Galaxie wurde auch gezeichnet. Die Aufhellung auf der
linken Seite ließ sich
später auf Fotos bestätigen.
Der winzige Planetarische Nebel NGC6309 kann höchste
Vergrößerungen vertragen. Trotzdem ist mit 8 Zoll
nicht viel zu sehen. Er ist ein winziges ovales Scheibchen neben einem
kleinen Stern. Auf der sternabgewandten Seite ist mit Mühe
eine schwächere Ausbuchtung zu erkennen.
Auf dem Seestar-Foto erscheint der PN wie ein kleiner blauer Schneemann
mit
nur 2 Kugeln.
M30 alias NGC7099 ist auch als Quallennebel bekannt. Den Namen verdankt
er mehreren Sternenketten die auf der Längs-Seite
des leicht ovalen Kugelsternhaufens herausragen.
Während die Helligkeit bei M30 zur Mitte
deutlich zunimmt ist NGC6760 deutlich flächiger.
Dieser Kugelsternhaufen war mit 8 Zoll ´mottled´ aber nicht auflösbar und erscheint
nur als diffuser Ball. Bei 250x war er mittig etwas heller.
Barnard 133 ist ein Dunkelnebel im Adler. Bei 73x erschien er als
dunkle, ovale Blase die sich gut vom Sternenmeer abhebt. Er ist
elliptisch und länglich auf der Nord-Süd-Achse.
Eines der Hauptziele des Abend war der Komet 10P/Tempel. Er stand nah
am Horizont im Steinbock und erreichte zu der Zeit etwa 8.5mag. Im
8-Zoll Dobson sah man nur einen diffusen Fleck mit mittiger diffuser
Aufhellung. Der Komet hatte eine leicht keilförmige Koma mit einem
Öffnungswinkel von etwa 120 Grad. Einen Schweif gab es nicht.