Beobachtungsnacht 12/13. Juli 2026

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Am 12.7.26 lockten gleich 2 Ziele zu einem nächtlichen Ausflug in die Voralpen. Der Komet 10P/Tempel sollte mit etwa 9 mag im Steinbock stehen und in der Galaxie NGC3310 leuchtete eine Supernova die 12 mag erreichte. Beide Ziele waren im 8 Zoll Reisedobson gut machbar.

In der Nacht wurde es unerwartet frisch. Tagsüber lagen die Temperaturen um 30 Grad, doch in der sehr klaren Nacht mit geringer Luftfeuchtigkeit kühlte es auf 800m rasch ab.


NGC330 stand am Abend im Nordwesten und wurde daher als erstes eingestellt. Die Galaxie befindet sich nahe eines der Fußsterne des Großen Bären und ist dadurch recht leicht zu finden. Zwischen dem Fußstern und der Galaxie steht eine Reihe von 3 Sternen die sich gut zur Helligkeitsschätzung eignen. Der mittlere Stern hat 11,6mag und sein Nachbarstern 12,3mag. Die Supernova lag in ihrer Helligkeit recht genau zwischen den beiden Sternen. 12mag erscheinen also passend. Dieser Wert ließ sich später in der Messung auch bestätigen.
Die Galaxie selbst erschien leicht oval mit diffusen Kern.



Einen Tag zuvor wurde die Galaxie auch fotografiert, doch da war die Supernova noch spürbar schwächer.


Die Galaxie wurde auch gezeichnet. Die Aufhellung auf der linken Seite ließ sich später auf Fotos bestätigen.


Der winzige Planetarische Nebel NGC6309 kann höchste Vergrößerungen vertragen. Trotzdem ist mit 8 Zoll nicht viel zu sehen. Er ist ein winziges ovales Scheibchen neben einem kleinen Stern. Auf der sternabgewandten Seite ist mit Mühe eine schwächere Ausbuchtung zu erkennen.
Auf dem Seestar-Foto erscheint der PN wie ein kleiner blauer Schneemann mit nur 2 Kugeln.


M30 alias NGC7099 ist auch als Quallennebel bekannt. Den Namen verdankt er mehreren Sternenketten die auf der Längs-Seite  des leicht ovalen Kugelsternhaufens herausragen.

 
Während die Helligkeit bei M30 zur Mitte deutlich zunimmt ist NGC6760 deutlich flächiger. Dieser Kugelsternhaufen war mit 8 Zoll 
´mottled´ aber nicht auflösbar und erscheint nur als diffuser Ball. Bei 250x war er mittig etwas heller.



Barnard 133 ist ein Dunkelnebel im Adler. Bei 73x erschien er als dunkle, ovale Blase die sich gut vom Sternenmeer abhebt. Er ist elliptisch und länglich auf der Nord-Süd-Achse.


Eines der Hauptziele des Abend war der Komet 10P/Tempel. Er stand nah am Horizont im Steinbock und erreichte zu der Zeit etwa 8.5mag. Im 8-Zoll Dobson sah man nur einen diffusen Fleck mit mittiger diffuser Aufhellung. Der Komet hatte eine leicht keilförmige Koma mit einem Öffnungswinkel von etwa 120 Grad. Einen Schweif gab es nicht.




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