Einschlag einer Falcon-9-Raketenstufe auf dem Mond

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Am 5.8.2026 gab es den Einschlag einer Raketenstufe einer Falcon-9 auf dem Mond. Die Raketenstufe bewegte sich mit etwa 2 km/s zum Mondrand. Dort sollte der Impakt nahe dem Einstein-Krater (88 deg W, 15 deg N) erfolgen. Infos dazu gab es unter https://arxiv.org/html/2607.14625v1
 


In München war das Wetter gut. Es fanden sich auf der Sternwartenplattform mehrere Beobachter ein.


Die eigene Aufnahme erfolgte in 16 Bit mit Polfilter im IR am Taghimmel mit dem 10" Refraktor der VSW München und einer ASI462 bei 64 fps(!) Um minimalste Helligkeitsänderungen sichtbar zu machen, wurde ein Mondbild das kurz vor dem Einschlag entstanden ist als Flat verwendet.


Der Einschlagszeitpunkt wurde mit 06:35:37 +- einige Sekunden angegeben. Tatsächlich zeigte sich an der passenden Stelle um 06:35:36 ein heller Fleck der hinter dem Mond hervorwanderte. Der Fleck bewegte sich bei 64fps sehr schnell vom Mondrand weg. Das sah komplett anders aus als erwartet, doch Zeitpunkt und Ort passten zu perfekt für einen Zufall.

Gegen eine Reflex sprach das langsame Auftauchen am Mondrand das sich über mehrere Bilder verteilte. Demnach konnte es nur ein Objekt ´von draussen´ sein. -  Dies war der stärkste Hinweis, dass es sich um ein reales Phänomen handelt, das nicht so einfach erklärbar ist.


Die Zeit wurde durch Abfilmen einer DCF-Uhr überprüft. Ein Zeitfehler liegt nicht vor.


Parallelbeobachtungen fanden sich kaum und sahen eher unsicher aus.


Peter Slansky arbeitete am 7-Zöller mit einer Kamera die bei 8-Bit nur 10fps lieferte und daher für den Vergleich ungeeignet war.


Anhand des Mondradius ließ sich eine Eigengeschwindigkeit von 1100 km/s ableiten (Danke Peter Kroll). Das ist ein unmöglich hoher Wert. Die Wolke passt in keinster Weise zu direkt beobachteten Ejektawolken nach natürlichen und künstlichen Einschlägen die bisher beobachtet wurden. Es muss ein Artefakt sein, auch wenn es ein extrem ungewöhnlicher Zufall ist.

Als Ursache wurde ein Reflex diskutiert oder ein Satellitenflare. Am wahrscheinlichsten erscheint die Lichtstreuung an einer Gräser-Polle. So etwas ist bei Beobachtungen im Gegenlicht nicht ungewöhnlich. Es wäre denkbar, dass die Polle vom Mond passend angeleuchtet wurde. Die Sonne war 100 Grad entfernt.
Vor dem Mond war die Polle nur unwesentlich heller als die Oberfläche und wurde daher vielleicht nicht angezeigt. Erst am Rand wurde die Helligkeitsrelation größer und die Polle wurde sichtbar.

Fazit: Ein extrem kurioser Zufall.
Der Daumen zeigt in der Summe eher nach unten:





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