Beobachtungsnacht14. September 2026

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In der Beobachtungsnacht vom 14. auf den 15.9.26 konnte der Beobachtungsplatz im Voralpenland erst gegen Mitternacht erreicht werden.
Das Wetter war schon recht frisch und warme Kleidung war kein Schaden. Bei den Hirschen war ein erstes Röhren zu hören. Dies sorgte für eine stimmungsvolle Untermalung einer sehr transparenten Nacht.


Als erstes Objekt stand der Komet 220p-McNaught auf der Zielliste. Er nach einem Ausbruch 4 Wochen zuvor mit 8 mag in Spanien beobachtet worden. Inzwischen soll er auf 11 mag gefallen sein. Trotz der hohen Position im Stier gelang es nicht den Kometen im 8-Zoll Dobson zu finden. Die Karte war wohl zu ungenau. Der Seestar hatte mit dem Aufsuchen kein Problem und so ist immerhin ein Foto entstanden.

Beim Stacking mit ASTAP fiel auf, dass noch ein schwacher Kleinplanet neben dem Kometen stand. 23155-Judithblack befand sich wenige Wochen vor einer günstigen Opposition



Eine Überraschung war die Supernova 2026aaiv in NGC7331. Verschiedene Messungen davor und danach gaben eine Helligkeit um 12,3 mag an, doch ich schätze sie um 2 Uhr MESZ mit einer 11 vor dem Komma mindestens eine halbe Magnitude heller.


Vielleicht gab es eine kurzfristige Helligkeitsschwankung. Tatsächlich gibt es eine zeitlich exakt passende Bestätigung durch eine Messung von Carlos Segarra mit 11,6mag (https://www.flickr.com/photos/snimages/55534706932/)

Nicht weit weg von NGC7331 steht Stephans Quintett. Die Galaxiengruppe wurde zufällig mitfotografiert.


Als nächstes wurde die schon länger aktive Supernova 2026sqf in NGC3310 eingestellt. Sie lag in der Nacht bei 12,1mag und war im Teleskop deutlich schwächer.



Das Highlight des Abends war der Reflektionsnebel IC348. Der Nebel steht am Südende des Sternbild Perseus. Zum Beobachtungszeitpunkt durchlief er fast den Zenit. Im 8 Zoll Dobson war ein Kranz aus 6 Sternen zu erkennen die einen halbkreisförmigen Bogen bilden der etwas an das Sternbild Krone erinnert. Um die beiden hellsten Sterne gab es einen deutlichen elliptischen Nebelklecks der sich schwach bis auf einen dritten, schwächeren Stern ausdehnte.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Kranzes gab es einen größeren, runden Nebelklecks der nur etwa halb so hell war.
Entlang der schwachen Kranzsterne waren ansatzweise schwache Nebelfetzen zu erkennen.


NGC1530 war mit 8 Zoll etwas enttäuschend. Es war nur ein gleichmäßiger, länglicher Nebel im Achsverhältnis 1:2 zu identifizieren. Da braucht es wohl doch mehr als 8 Zoll.

In den Morgenstunden wurden zum Abschluss noch ein paar Standardobjekte eingestellt. Auch ein Blick auf Saturn und Jupiter gehörte dazu.

Beobachtungsnacht 14/15.9.26 0:55 - 2:41 MESZ und 3:41 - 5:20 MESZ
Geitau, 6.5mm Fisheye + EOS-M3
30s je Bild, 2500 ASA
https://youtu.be/OxHKnTHAQGE




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