Das Schloss Mespelbrunn ist ein Wasserschloss nahe Aschaffenburg und
Würzburg in einem abgelegenen Seitental.
Die Anlage ist seit dem frühen 15. Jahrhundert bis heute im
Familienbesitz.
Das Schloss hat aufgrund seines malerischen Aussehens weltweite
Bekanntheit erlangt. Die Besucherzahl pro Jahr liegt bei 90.000 bis
100.000
Peter III. Echter von Mespelbrunn (1520–1576) und seine
Gemahlin Gertrud von Adelsheim ließen die kleine Wehranlage
ab 1551 im Renaissancestil um- und ausbauen. Dank seiner versteckten
Lage überstand das Wasserschloss Mespelbrunn unversehrt alle
Kriegswirren.
Die Adelsfamilie der
Echter von Mespelbrunn stand meist im Dienste der Mainzer
Bischöfe. Schon am Fassadenschmuck war erkenntlich, dass
man dem Katholizismus sehr verbunden war.
Die zahlreichen Zacken der Krone zeigen den eher niedrigen Rang an
Das Wappenfenster zeigt den Stammbaum der Familie bis zurück
im 15 Jh.
Im inneren darf man leider nur einen Raum fotografieren.
Ungewöhnlich ist diese Münze des Inflationsgeldes der
20er Jahre. Damals hat man sich kaum die Mühe
gemacht Münzen zu prägen, die schon nach
wenigen Tagen wertlos waren.
Die nächste Etappe war die Saalburg.
Das römische Kastel wurde im 19 Jh. wieder aufgebaut.
Die Initiative kam von Kaiser Wilhelm-II, der im
nahen Bad Homburg seine Sommerresidenz hatte.
Leider schließt das Museum im Winter schon um 16 Uhr so das
für die Besichtigung weniger als eine Stunde zur Verfügung
stand.
Die Saalburg gilt als das besterforschte und am
vollständigsten rekonstruierte Kastell des
Obergermanisch-Raetischen Limes, der seit 2005 den Status des
UNESCO-Weltkulturerbes
besitzt.
In späthadrianischer Zeit, etwa um das Jahr 135 wurde das 3,2
Hektar großes Lager für eine Kohorte, eine
Infanterie-Einheit von knapp 500 Mann erbaut.
Um 260 scheint das Kastell Saalburg ohne Kampfhandlungen
planmäßig geräumt worden zu sein.
Nach dem Ende des obergermanischen Limes wurde das verfallene Kastell
als Steinbruch genutzt, bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts die
Unterschutzstellungsmaßnahmen und
Ausgrabungstätigkeiten begannen.
Im Kastell gab es zur Römerzeit auch Handwerker welche die
Soldaten versorgten.
Lederwaren haben sich in einem Brunnen ungewöhnlich gut
erhalten:
Es gab einige interessante Kleinfunde:
Das römische Kurzschwert machte nur so lange Sinn, wie die
Römer in der Schildkrötentaktik
kämpften. Auf engen Raum waren Langschwerter hinderlich.
In der Spätphase wurde der Formationskampf aufgegeben und
Langschwerter kamen in Mode.
Auch bei den Katapulten gab es im 2 Jh. eine technische
Weiterentwicklung.
Das Highlight sind die Wandmalereien einer Offiziersunterkunft.
Das Tonnengewölbe ist nicht tragend sondern war nur
am Dach aufgehängt. Die Technik wurde bei den barocken
Kirchengewölben wiederbelebt.
Im Stabsgebäude hat man das Fahnenheiligtum nachgebildet.
Der Hobel des Schreiners sieht heute noch so aus wie vor 2000 Jahren.
Die Schere des Schneiders hat sich jedoch weiterentwickelt.
Scheren mit Gelenk kannten die Römer noch nicht.
Wieder in München gab es noch ein Pano aus dem Riesenrad am
Ostbahnhof