Andalusien 2025 - Ankunft und Granada

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Das Hauptziel der Reise im Dezember 2025 war die Dokumentation des Natriumschweifs des Planeten Merkur der zugleich seine maximale Elongation mit dem Optimum der Schweifentwicklung 16 Tage nach dem Perihel durchlaufen sollte. Bei der Vorbereitung fanden sich noch einige andere interessante Astroziele , doch es war schon vorab klar das es nicht jede Nacht gutes Wetter geben würde und daher auch ein touristisches Programm Sinn machen würde. Dies galt besonders für die ersten Tage nach der Ankunft am 5.12. denn zu dieser Zeit ging der noch fast volle Mond früh auf so das tagsüber nicht geschlafen werden musste.
Die Ankunft erfolgte günstig per Ryan-Air am Flughafen Malaga.


Bei 
(https://astroshop.es/)  wurde das vorab versendete Reisegepäck eingesammelt und zu Mittag gegessen. Vor der Tür gab es einen Regenbogen....ein gutes oder schlechtes Omen.


Weiter ging es nach Bacares. Der kleine Ort liegt in den Bergen unweit des Calar Alto. Zur Maurenzeit war die Gegend dichter besiedelt was man noch an den terrassierten Hängen erkennen kann,


Heute hat das Dorf weniger als 1000 Einwohner, aber noch ein schöne Kirche mit barocken Figuren und  einer schönen Weihnachtskrippe.


Der erste Reisetag am 6.12. ging direkt nach Granada. Während Peter Slansky die Alhambra besuchte, wurden auf meiner Zielliste 3 Museen abgehakt deren Besuch schon länger geplant war.


Das ´Museo Casa de los Tiros´ war bequem mit dem Bus zu erreichen. Die Haltestelle liegt nur 100m entfernt an der ´Plaza Isabel la Católica´. Wie der Name schon vermuten lässt, steht auf dem Platz ein Denkmal der Königin Isabella I. von Kastilien (1451–1504).

Das schönes Fotomotiv zeigt keinen Geringeren als den Seefahrer Christoph Kolumbus, der hier im Gespräch mit der Königin ist. Glaubt man den Überlieferungen dann gab sie Kolumbus das Einverständnis zum Aufbruch gen Westen und verpfändete zur Finanzierung der Reise ihren Schmuck.


Das ´Museo Casa de los Tiros´ befindet sich in einem zwischen 1530 und 1540 errichtete Bau verdankt seinen Namen "Haus der Schüsse" den Musketieren die an der Fassade zu sehen sind.


Von dem ursprünglichen Bauwerk ist heute nur noch der Turm erhalten. Hervorzuheben sind die farbig bemalte Artesonado-Decke des Hauptsaals Cuadra Dorada und die plateresken Türen. Die Decke zeigt eine Sammlung von Porträts der spanischen Könige aus dem Hause Österreich, u.A. ist auch Kaiser Karl V. zu sehen.


Die Fresken an den Wänden sind nur schlecht erhalten. Die Sammlung zeigt Landschaftsbilder des 19 Jh. wobei die sanften Hügellandschaften um Granada einen Schwerpunkt bilden.


Viele Bilder entstanden zur Zeit der Romantik als in Granada der Tourismus begann.
Leider waren die Beschreibungen nur in spanisch. 


Als nächstes ging es zum ´Palacio de los Olvidados´ in dem sich ein Privat-Museum zur spanischen Inquisition befindet.


Mit seinen über 700 Quadratmetern bietet der Palacio seinen Besuchern prunkvolle Räume und beeindruckende Ausblicke auf die Alhambra und das Albaicín.


Das Museum präsentiert zwei Dauerausstellungen: „Inquisition: Antike Folterinstrumente“ und „Interaktiver Flamenco“ . Die Flamenco-Show startete erst am Abend gegen 19 Uhr und wurde daher nicht besucht.


Bei den ca. 70 Folterinstrumenten gab es die üblichen ´Werkzeuge´ die oft schon aus anderen Museen bekannt sind. Sie waren gut beschriftet und erklärt. Es scheint sich zum großen Teil um Originale zu handeln. Kopien waren zumindest nicht vermerkt.


Einige Folterinstrumente erschliessen sich sofort, während andere eher ungewöhnlich sind, wie z.B. dieser stählendere Bulle in den das Opfer geröstet wurde.


Diese Halskragen sind auch heute noch in totalitären Regimen populär, weil sich das Opfer zwangsweise langsam selbst damit tötet und der Henker das Gefühl hat schuldlos zu sein.


Die Sparvariante des Halskragen ist dieser Spiess der unter dem Kinn positioniert wird.


Zu den milden Strafen gehörte das Tragen einer Schandmaske.


Das Pfählen war nicht nur bei Vlad Dracul in Rumänien populär. Wofür die Strafe gern verhängt wurde, kann man sich denken.


Eine spanische Besonderheit ist die Garotte. Von hinten wurde dem Opfer ein Spiess in das Genick gedrückt - ein Vorläufer des russischen Genickschussanlage.  


Die spanischen Inquisition wurde im historischen Kontext überraschend fair beurteilt. Der Zentralstaat schuf mit der Institution ein Regelwerk, das wilde Verfolgungen wie in Deutschland verhinderte. Dies wurde positiv beurteilt. Tatsächlich sind in Spanien weniger Menschen durch religiöse Verfolgung umgekommen als in den meisten anderen europäischen Staaten. Die Fälle die es gab sind jedoch besser dokumentiert und wurden von der englischen Kriegs-Propaganda des 16 Jh. instrumentalisiert.


Die im frühen 17. Jahrhundert erbaute Abtei Abadía del Sacromonte liegt im Nordosten von Granada.


Die große kulturgeschichtliche Bedeutung der Abadía del Sacromonte begründet sich vor allem in den zwischen 1595 und 1597 im damals noch Monte Valparaíso genannten Berg gefundenen Katakomben dreier frühchristlicher Heiliger und arabischen, spanischen und lateinischen Schriftplatten. Auf den 18 Bleitäfelchen beschreiben vermutlich muslimische Verfasser katholische Bräuche sowie christliche Legenden und Prophezeiungen auf der Iberischen Halbinsel.

Nach dem Fund wurde der Berg in Sacromonte umbenannt und die Katakomben wurden als »Santas Cuevas« (Heilige Höhlen) mit Skulpturen und sakralen Kunstwerken ausgeschmückt. Der Bau der Hauptgebäude der Abtei fand von 1600 bis 1617 statt. Die Höhlen liegen hinter bzw. unter dem Hauptgebäude und haben einen ursprünglichen Charakter bewahrt.

In der Kirche hing ein Gemälde mit dem Andreaskreuz.
Der barocke Hochaltar ist wie in vielen Klöstern der Maria geweiht.
 

Die bekannteste Exponate sind die Werke des spanischen Mystikers Johannes vom Kreuz, ein Exemplar der »Schedelschen Weltchronik« sowie der Atlas »Geographike Hyphegesis« von Claudius Ptolemäus aus dem 2. Jahrhundert.

In der »Schedelschen Weltchronik« war eine Seite mit der Ansicht von Salzburg aufgeschlagen.


Vor der Abtei liegt ein Aussichtspunkt von dem aus die Alhambra gut zu sehen ist. Am Abend dieses Tages mischten sich die dunklen Wolken nach einem Regenguss mit den goldenen Strahlen des Sonnenuntergangs. Das Licht glich einem romantischen Gemälde des 19Jh. - Aber hier ist alles echt! Das ist ein Foto und kein Gemälde!



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