Für Sonntag den 7.12. war ein Besuch auf dem Calar-Alto
gebucht.
Die Führung wird von der Firma „Azimuth Education
and
Scientific Tourism“ durchgeführt.
Sie hat auf dem Observatoriumsgelände einen eigenen
Vortragssaal
errichtet der auch als
Treffpunkt fungiert.
Gezeigt wird ein etwa einstündiger Film
über das Observatorium der leider in Spanisch ist. Zudem
werden die aktuellen Forschungsziele
erklärt.
Danach gab es
Sonnenbeobachtungen mit einem C6 in Weißlicht und mit einem
50mm
Lunt-H-Alpha-Teleskop.
Es waren an dem Tag ein großer Sonnenfleck und eine
mittelgroße Protuberanz zu sehen.
Nach der Sonnenbeobachtung wurde das 3.5m Teleskop besucht.
Das beeindruckende Gerät besitzt eine Rahmen-Montierung von
Zeiss.
Der Hauptspiegel ist 90cm dick und wiegt etwa 10 Tonnen.
Als Cassegrain hat das Teleskop f/10. Mit einem Korrektor werden jedoch
f/3.5 erreicht.
Bei Bedarf kann der Fangspiegel ausgebaut und durch eine Kamera ersetzt
werden.
An der Wand hing das Flat.
Die Kuppel wurde auch bewegt. Das Schaltpult erinnert an Raumschiff
Enterprise aus den sechziger Jahren.
Das 2,2m Teleskop und
das 1,23m Teleskop wurden diesmal nicht
besichtigt.
Doch bei einem Rundgang wurden die Kuppeln von aussen angeschaut.
Diese alte Hütte war das erste Gebäude auf dem Calar
Alto. Hier wurden die Bedingungen des
Standortes ausgemessen. Das Dach kann
nach 2 Seiten abgefahren werden.
Später verwendete man für Seeingmessungen ein kleines
Teleskop auf einem Turm.
Heute steht der Seeingmonitor in einer 3m-Scopedome-Kuppel
Während wir auf dem
Plateau herumwanderten sahen wir eine ungewöhnlich helle
Reflektion des Sonnenlichtes auf fernen Wolken.
Der Blick fiel auf den Tetica von wo aus wir am Morgen noch den Calar
Alto gesehen haben.... Man mag kaum glauben das der Tetica etwas
niedriger
als der Calar Alto sein soll.
Auf dem Rückweg wurde ein
Beobachtungsplatz beim Collado del
Conde
inspiziert
der in der folgenden klaren Nacht aufgesucht wurde.