ACM 2026 - Tag 1

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Die ACM ist eine Profikonferenz die sich mit Asteroiden, Cometen und Meteoren (ACM) beschäftigt. Die Großveranstaltung gibt es alle 3 Jahre an wechselnden Standorten. 2026 fand die Konferenz in Posen statt. Dort hatte ein Jahr zuvor schon die ESOP-Tagung stattgefunden. Unterkünfte sind relativ preiswert, die Stadt ist sehenswert und die ACM-Tagung bietet einen vergünstigten Tarif für Amateure. Die Kombination machte einen Besuch reizvoll.

Gruppenfoto der über 600 Vor-Ort-Teilnehmer.

Das Vortragsprogramm ist anspruchsvoll und findet in 3 parallelen Blöcken statt. Die Beiträge erfolgen in 10-Minutentakt in Englisch. Es ist volle Konzentration gefordert, aber dafür ist es keine Minute langweilig.



Die Anreise erfolgte vom NTP kommend ab Bremerhaven. Es gab nur Schienenersatzverkehr. In Bremen viel der Anschlusszug aus und der Folgezug verspätete sich nochmal 25min. Natürlich war da der Zug von Hannover nach Berlin schon weg. Der Folgezug nach Berlin verspätete sich wieder, so das in Gesundbrunnen der Anschluss nach Posen verpasst wurde. Der letzte Zug des Tages ging 2 Stunden später und wurde noch erwischt, so das die Odyssey ein glückliches Ende fand.

Vortragssaal 1 und die Aula:


Das Catering war perfekt. Neben einem halben Dutzend Kuchensorten gab es in der Pause frische Erdbeeren und Melonen. Mittags ein reichhaltiges Buffet.


Einige Freunde aus Algerien waren unter den Teilnehmern. Sie waren mit einem Poster und einem Vortrag vertreten.






Auch aus Deutschland waren bekannte Gesichter angereist.

Modelle von Ryugu und dem Mond waren zu bestaunen.


Von Ryugu konnte man ein Sample in der Hand halten:


Die Minerale von Ryugo haben einen hohen Wasseranteil, was für eine Entstehung im äußeren Planetensystem spricht. Der Kleinplanet ist erst später in das innere Sonnensystem gewandert:


Pavel Koten berichtete über die Entdeckung eines neuen Meteorclusters, der zwar nur aus 5 Meteoren bestand aber dank hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung gut untersucht werden konnte.


Bei der Aufnahme kam eine Kamera mit 2 beweglichen Spiegeln zum Einsatz die ein Guiding ermöglichten.


Erstaunlich viele Vorträge gab es zu den Geminiden die in den letzten Jahren gut untersucht wurden.


Die chemische Zusammensetzung der Geminiden zeigte Überraschungen. Der Natriumanteil schwankt mit der Sonnenlänge. Die späten Meteore sind nicht nur heller sondern haben auch einen höheren Natriumanteil was sich spektroskopisch belegen ließ.



Ob wirklich das Alter unterschiedlich ist, ließ das Poster offen.


Interessant ist die verwendete Technik mit einem 600 Linien/mm Gitter vor einer 35mm Optik mit einer Sony7s


Der Geminiden-Ursprungsasteroid 3200-Phaeton ist das Ziel einer Citizen-Scince Kampagne.



Mondimpakte sind aktuell wieder ein spannedes Thema:


Untersuchungen in Highspeed zeigten bei einem Impakt einen ungewöhnlichen Temperaturverlauf. Er war auf dem zweiten Bild zu heiß, was für einen Doppelimpakt spricht.



Ob die Sonde NewHorizons nach Ultima-Thule noch ein weiteres Ziel ansteuern kann, ist offen. Es gibt Hoffnungen wonach sich im Kegel noch ein Planetoid mit 30 mag befinden könnte.



Alldieweil liefert NewHorizons noch interessante Wissenschaft durch Rotationslichkurven aus der Randperspektive.
So gelang es einen Kontakt-Binary zu photometrieren.


Das bei Posen im Wald liegende  Morasko-Kraterfeld wurde mit Lidar untersucht und einen kleinen Morasko-Meteoriten konnte man in der Hand halten. 




Am Abend gab es eine Stadtführung durch Posen. Die beiden ersten polnischen Könige regierten in Posen und befinden sich auf den aktuellen Geldscheinen.


Das Denkmal ist erst ein Jahr alt und das ´Schloss´ existiert weniger als 10 Jahre.



Die Jesuitenkirche hat eine gemalte Scheinkuppel und die Säulen haben keine tragende Funktion:


Am Rathaus steht der Pranger. 


Im Relief über dem Laubengang sieht man die Tugenden.


Nach dem 30-jährigen Krieg gab es Zuwanderer aus Bamberg die noch heute in Posen heimisch sind:


Zum Abschluss noch ein Martins-Croisant. Das Gebäck ist die lokale Spezialität mit Nüssen und Marzipan.


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