ACM 2026 Tag
2 und 3


Am Tag 2 gab es ein verkürztes Programm da nachmittags die
Postersession geplant war.
Morgens wurde die Dominsel besucht wozu im lokalgeschichtlichen Museum
am ´Posener Tor´ ein Audioguide ausgeliehen wurde.

Im Museum wurde über die
Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte
berichtet. Um das Jahr Tausend errichteten hier die
ersten polnischen Könige eine steinerne Pfalz. Sie hatte eine
ähnliche Form und Größe wie vergleichbare
ottonische Pfalzen in Deutschland z.B. in Paderborn.


Die Wallanlagen waren sehr aufwendig.

Von der Holzkonstruktion haben sich
datierbare Balken erhalten.



Über die Straße spannt
sich
ein Bogen, der die
Größe der Wallanlagen widerspiegelt.

Die schöne Marienkapelle in
Bachsteingotik war diesmal geöffnet.



Ein kurzer Blick in den Dom der schon
beim letzten Besuch genauer untersucht wurde.


Dompfaff auf der Hand von Johannes-Paul-II.


Die Grablege der ersten polnischen
Könige wurde im 19 Jh. auf
der Rückseite des Doms angebaut.



Auf der Dominsel gibt es ein sehenswertes
Diozösanmuseum.
Eine Sonderausstellung widmete sich dem Maler Kisling, einem polnischen
Expressionisten
von dem ich noch nie gehört hatte.



offenbar kannte er die junge Angela Merkel.
Ansonsten Wohnkultur und Skulpturen des
15
Jh.

Im 16 Jh. erlebte das Bistum ein goldenes
Zeitalter und es wurde in
die Kunst investiert.

Die Gemälde haben nicht unbedingt
Top-Qualität,
aber einzelne Stücke sind schon sehenswert.




Der Einfluss der süddeutschen
Meister bei der spätgotischen Skulptur
ist gut sichtbar. Veit Stoss war bekanntlich Ratsherr in Danzig
und hat wohl einige Schüler gehabt.


Das Highlight ist die Sammlung von
Monstranzen.








Bemerkenswert
ist ein Porträt des jungen
Kopernikus

Ab dem Mittag wurde wieder am Vortragsprogramm teilgenommen.
Viele Vorträge widmeten sich dem Thema der binären
Asteroiden. Die Untersuchung von Mutual-Events eröffnet auch
für den Amateur interessante Perspektiven. Daher wurde
systematisch nach Objekten Ausschau gehalten die eine genauere
Untersuchung lohnen.


Zu den spannenden Kandidaten gehört Iphthime. Die Geometrie
ist
ähnlich wie bei Patroclus.
Weitere Kandidaten...mit Kalliope und Roxane als festen Termin:

Noch mehr Kandidaten:








Interessanter LINK!!!
Eine Entstehung der kleineren Binarys wird über den YORP-Effekt
vermutet:

Sind Meteore keine Avocados oder Kokosnüsse sondern Bananen?
Ein Hinweis liefern Magnetfeldstrukturen im Staub der Kometenschweife
die sich nur mit kleinen Dipolen erklären lassen.


Mit der Polarisation von Kometenschweifen beschäftigt sich
Chrsitian Wöhler. Er kannte mich von einem
Jufo-Wettbewerb vor über 40 Jahren. Verwendet wurde einer der
modernen One-Shot-Polarisationschips.



Es gab 2 Postersessions zu je 2 Stunden. Bei hunderten von Postern
musste man da vorab eine Auswahl treffen.


Am Mittwoch ging es weiter mit den Vorträgen.
Exokometen sind auf der Calzium-K-Linie nachweisbar. Einfach geht dies
bei Beta-Pictoris. Es gibt aber etwa 50 weitere Sterne bei denen dies
gelungen ist.
Neben der Spektroskopie mit einem Solex könnte man da auch
mal die Photometrie mit einem
Sonnentelekop probieren.



Der Komet verrät sich durch den kleinem Buckel rechts neben
der
Hauptvertiefung.







Für die Leoniden können wir 2034 mit einem Sturm
rechnen.....das wären noch 8 Jahre




Quaohar hat vermutlich wie Haumea einen Farblichtwechsel - allerdings
ist der Kleinplanet aktuell besser am Südhimmel zu sehen und 2
mag
schwächer.


Das Licht der Kleinplaneten ist polarisiert. Allerdings nur wenige
Prozent und in Kombination mit dem Oppositionseffekt bei geringen
Phasenwinkel.
Typisch sind etwa 1,5% Polarisation bei Phasenwinkeln um 5 Grad.




Am Abend gab es ein klassisches Konzert mit Unterhaltungsprogramm. Nach
dem Erklingen einer Mozart-Sinfonie gab es ein buntes Potpourrie von
Filmusiken u.a. von John Williams.


Das Konzert war Top und
hätte allein schon die Reise nach Posen gelohnt. Zu sehen waren
allerlei musikalische Kunststücke u.a. das 2-stimmige Spielen
einer Violine mit 2 Bögen.

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