ACM 2026 - Tag 4 und 5


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Am 4. Tag gab es wieder ein verkürztes Programm. Der Vormittag wurde für einen Besuch des Wilson-Park genutzt. Der Park hat seinem Namen nach dem US-Präsidenten des 1. Weltkriegs erhalten. Wilson propagierte das Selbstbestimmungsrecht der Völker und ihm verdankt Polen seine Unabhängigkeit. Leider wurde nach dem Krieg den Deutschen die Selbstbestimmung verweigert. So wurde die Sudentenrepublik nicht anerkannt, im Elsass und Südtirol die Abstimmung übergangen und Deutsch-Österreich der Anschluss verboten. Der fehlende Wille Wilsons und seiner Nachfolger ihre Ansichten in Europa durchzusetzen wurde so eine der Ursachen des 2 Weltkrieges.
Das Denkmal Wilsons hat nur wenig Ähnlichkeit mit dem Präsidenten und erinnert eher an einen Indianerhäuptling.

Im Park gibt es ein aus der Astronomie bekanntes mythologisches Motiv. Hier befreit Perseus die Andromeda mithilfe des Kopfes der Medusa.


Die Attraktion des Parks sind die Gewächshäuser. Sie zählen zu den größten in Europa.


Zahlreiche tropische Nutzpflanzen sind zu sehen. Kleine Karten zeigen das ursprüngliche Verbreitungsgebiet.



Die fleischfressende Kannenpflanze wurde von Humboldt beschrieben. Die Köderflüssigkeit in der Kanne hat er bei seinen Reisen gelegentlich getrunken.


Eine Welwitschia Mirabiles wurde nicht gefunden obwohl sie in der umfangreichen Sammlung sicher vorhanden war.


Ab Mittag wurden dann wieder Vorträge besucht.

José Luis Ortiz hielt dort einen Vortrag über die letzte Haumea-Bedeckung.

Es war tröstlich das wir weder in Sonneberg noch in München was verpasst haben. Beide Städte lagen für den Ring außerhalb des Pfades.


Mondimpakte waren das Thema mehrerer Vorträge. Auch das Lumio-Projekt war präsent.


Zu den Mondimpakten gab es auch mehrere Poster. Neben dem Citizen-Science Projekt von Lumio gibt es weltweit weitere Projekte zur irdischen Parallelbeobachtung.


Verschiedene Referenten betonten die Wichtigkeit der Einbindung der Amateure besonders bei der Entdeckung von Doppel-Asteroiden.



Es gibt beim Durchmesser eine Lücke zwischen den bekannten kleinen NEO-Binarys und den großen Binarys jenseits des Hauptgürtels. Ein BIAS könnte die Ursache sein. Doch sicher ist dies nicht.
 


Astrometry mit Gaia bietet eine Option das Rätsel zu lösen.


Sehr originell ist die Idee den Eintrittswinkel bei einer Bedeckung über die Beugungseffekte zu bestimmen. Damit wäre auch bei nur einer Sehne eine Durchmesserbestimmung möglich.

Weitere Binarys zur Untersuchung für die eigene Zielliste:

Farbuntersuchungen bei Vesta könnten interessant sein ....Vielleicht reicht ein Seestar?



Nach den Vorträgen gab es die zweite Postersession. Einige bekannte Sternfreunde waren mit eigenen Postern vertreten.




2027 gibt es eine Raumfahrtmesse in Polen....vielleicht eine interessante Option?


Nach der Postersession endete das offizielle Programm mit dem Tagungsbankett.


Der letzte Tag gehört dem Tagungsausflug. Leider war die Tour nach Thorn schon voll und ich wurde auf die Tour zum  Campus Kakolewo gebucht. Dort baut die Uni Posen ein Testfeld für Raumfahrtmissionen. 



Kühlkammer und Vakuumkammer für Satellitentests.


Auch die Ausbildung von Piloten ist auf dem Campus möglich.


Es gibt eine Satellitenempfangsanlage für LEO und MEO-Satelliten.


Interessant ist das Satellitenverfolgungssystem in 2 abseits liegenden Kuppeln.


Die Optiken kommen aus dem Amateurbereich die Montierungen sind an der Uni selbst entwickelt.
Die Reserveoptiken haben noch kein First-Light gesehen.


Der Campus Kakolewo war nicht weit entfernt und so waren wir schon am frühen Abend wieder in Posen.
Das Nationalmuseum hat Freitags bis 20 Uhr geöffnet und so gab es zum Abschluss noch etwas Kunstgenuss.



Zu den Highlights zählten 2 Bilder des 19 Jh.


Falat war Hofmaler von Wilhelm II. und Jacek Malczewskiwar ein wichtiger Vertreter des Symbolismus.

Interessant sind die polnischen Expressionisten und Maler der Moderne. In Deutschland sind sie fast unbekannt, dabei haben sie einiges zu bieten.



Erkennbar sind einige Parallelen zu Künstlern in Deutschland.


nicht Liebermann sondern Muter.


nicht Kandinsky sondern Wlodarski


nicht Egon Schiele sondern Leopold Gottlieb.


Nicht Franz Marc sondern Stanislaw Kubicki



Nicht Picasso sondern Henri Hayden


Nicht Otto Mueller sondern Zygmunt Waliszewski

Am interessantesten war das Werk von Władysław Hasior.





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