Der Besuch des Schloss Hohenaschau lässt sich gut mit einem
Besuch der Kampenwand kombinieren.
Über etwa sieben Jahrhunderte war es Sitz bedeutender adliger
Dynastien und Zentrum der Herrschaft Hohenaschau.
Die Herrschaft war jedoch nie reichsunmittelbar sondern war wechselnd
ein Lehen der Bischöfe von Salzburg oder ein Lehen der
Wittelsbacher.
Unter der Herrschaft der wohlhabenden und einflussreichen Freiherren
von Freyberg von 1374 bis 1606 erlebte die Burg einen umfangreichen
Ausbau.
Die Anlage
verfiel im 19 Jh. fast zur Ruine und wurde schließlich vom
Industriellen Theodor Freiherr von Cramer-Klett als Landsitz seiner
Familie erworben und vor allem von seinem Sohn zum Schloss umgestaltet.
Cramer-Klett war ein Industriebaron des 19Jh. Er kam durch die
Gründung Maschinenbaufabrik MAN und der Allianz-Versicherung
zu Wohlstand.
Das Schloss ist in den Sommermonaten nur mit Führung zu
besuchen.
Bis zum
Beginn der Führung wurden die 3 Räume des winzigen
Priental-Museum angeschaut.
Es hat einige originale Exponate wie etwa zwei Kanonen und
Mörser und das Richtschwert der Herrschaft Hohenaschau
zusammengetragen. Hauptsächlich beschäftigt es sich
jedoch mit der lokalen mittelalterlichen Eisenhüttenindustrie.
Bis Mitte
des 19. Jahrhunderts wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer.
Bei den Um- und Erweiterungsbauten des Schlosses im Stil des
Hochbarocks (1672 bis 1686) wurde der Festsaal im
Südflügel der Burg und die barocke Schlosskapelle mit
der Vorburg geschaffen. Die Schlosskapelle ist noch weitgehend
original.
Ein Brunnen aus dem 12 Jh. wurde im 19Jh. aus Italien importiert.
Das Highlight ist der Laubensaal:
Vom Schloss
ist die Talstation der Kampenwandbahn etwa 15 min Fussmarsch entfernt.
Oben
angekommen gab es einen tollen Blick zum Chiemsee.