Regensburg Juli 2026


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Zur Vorbereitung der Sonnenfinsternis 2026 gab es im Juli 26 eine Reise nach Regensburg. Dort gab es zufällig zeitgleich im Historischen Museum eine Sonder-Ausstellung unter dem Titel ´Ad Astra´ die sich mit der Astronomiegeschichte in Regensburg beschäftigte. Es ließen sich auch noch ein paar weitere Besichtigungen kombinieren.


Als erstes gab es eine Führung durch das Untergeschoss des Neupfarrplatzes. Die heutige spätgotische Kirche wurde 1519 auf dem Gelände des ehemaligen Judenviertels erbaut.



Zu Beginn des 16Jh. gab es fast zeitgleich in mehreren süddeutschen Städten Judenpogrome die wohl an den wirtschaftlichen Niedergang gekoppelt waren. Der transalpine Handel mit dem Mittelmeer verlor mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien fast schlagartig an Bedeutung. Die Handelsströme verlagerten sich an die Atlantikküste.


Vom ehemaligen Judenviertel sind noch einige Grundmauern und Kellergeschosse erhalten.

Ein Goldfund stammt aus dem 14 Jh. 100 Jahre vor dem Pogrom.

Auch eine römische Merkur-Statuette mit Geldbeutel in der Hand wurde gefunden.


Direkt im Anschluss ging es zur Besichtigung einer historischen Schnupftabaksfabrik. Der Schnupftabak kam im 16 Jh. in Mode als der König Franz-I in Frankreich an einer Atemwegserkrankung litt die dadurch kuriert wurde. Der Botschafter Frankreichs in Portugal, Jean Nicot de Villemain, sandte im Jahr 1560 Samen nach Paris. Nach ihm wurde das Nicotin benannt. Das Tabakschnupfen kann zu einer täglichen Nicotinaufnahmemenge ähnlich derjenigen eines starken Rauchers führen. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts setzten sich jedoch zunehmend die Rauchtabake, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts insbesondere die Zigaretten durch. Die meisten Schnupftabakfabriken setzten seit den 1920er Jahren, spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg, auf Zigaretten- und Pfeifentabake, sodass heute nur noch fünf Hersteller in Deutschland mit einer Gesamtleistung von 270 Tonnen jährlich existieren.
1812 kauften die Gebrüder Bernard von den Fürsten Thurn und Taxis für 10.000 Gulden in Regensburg das Zanthaus, eine sehr große mittelalterliche Patrizier-Hausburg mit Geschlechterturm in der Gesandtenstraße. Dort gründeten die Gebrüder Bernard eine Zweigniederlassung ihrer Schnupftabakfabrik, um Zollabgaben einzusparen.
Gebrüder Bernard produzierten auch Kautabake und Rauchtabake.
Bis vor 20 Jahren wurden in dem historischen Gebäude Schnupftabake hergestellt. Danach wurde daraus ein Museum.


Zum Abschluss wurden die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Schnupftabake vorgestellt und man konnte sich eine Prise genehmigen.
Die unverhofft starke Wirkung löste bei den Damen Erheiterung aus.


Beim Bummel durch die Stadt waren zahlreiche Geschlechtertürme zu sehen. Die meisten von ihnen wurden im 18 Jh. gekappt, als die Türme aus der Mode kamen.

Im Historischen Museum gab es eine Karte, in der alle ehemaligen Türme markiert sind.



Ungewöhnlich ist dieser Eckstein mit Kuhlen zum löschen einer Fackel.

Ein romanisches Portal bei dem nicht genau zu erkennen ist, was Jesus in der Hand hält.

Die Sonderausstellung im Historischen Museum war eher bescheiden, doch die Sammlung als Ganzes ist sehenswert.




Es gab einige gute Gemälde, wobei der Altar der Neupfarrkirche herausragte.


Jüdische Grabsteine und die Originale von der Ausgrabung am Neupfarrplatz.


Mittelalterliche Skulpturen vom Dom und der Steinernden Brücke.


Mittelalterliche Kunstgegenstände:



Funde aus der Völkerwanderungszeit!


.....und auch von den römischen Stadtgründern gab es einige Reste:


Aus der Vorgeschichte gab es Keramik der zeitgleichen Glockenbecher und Schnurkeramik-Kulturen:


Am Abend Rigoletto:


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